…anders kann man es heute nicht sagen. Die Wanderung von Juta hoch zum See im Schatten der den Dolomiten fast gleichenden Chauki-Kette ist zwar nicht extrem fordernd, dafür aber extrem abwechslungsreich und schön. Nach all dem weniger prickelnden Ambiente des gestrigen, geisterhaften Skiortes Gudauri lässt es heute die Natur im Sno-Tal mal wieder krachen. Wir wandern, staunen, fotografieren und bestimmen und sind rechtzeitig vor dem nachmittäglichem Gewitter in Hotel. So soll’s doch sein…
…spannend und erlebnisreich waren, tut heute etwas Ruhe gut. Vielleicht kommt es uns entgegen, dass diesmal das Hotel zwar ganz ok ist, aber der Ort doch eher etwas strange. Der Charme abgewilderter Wintersportorte im Sommer ist doch eher bescheiden. Also wer Gudauri meiden kann, verpasst nichts, schon garnicht diese „wunderbare“ Aussicht.
Deswegen wenden wir uns der Schrift zu, die ja nun auch nicht so einfach ist. Das nun das E an der Kirchenwand als Handschrift durchgeht, wäre uns nicht aufgefallen. Schön ist natürlich auch, dass es eine Priesterschrift und eine Ritterschrift gibt und auch der Computer und das Handy diese Schriften besitzen. Nur für uns, die wir nicht mit diesen blumigen Schnörkeln groß geworden sind, bleibt sie ein Rätsel. Und in meinem Fall ist es sowieso kompliziert, denn im Georgischen gibt es kein J. Ob nun Priester, Ritter oder Handy – es schaut definitiv schön aus, aber man muss ja nicht immer alles verstehen und können…
…liegt das Kloster David Gareja – dessen Geschichte bis ins 6. Jahrhundert zurückreicht. Für ubs bedeutet das, Zeit für eine kleine Wanderung, die uns direkt an die aserbeidschanische Grenze führt. Nur die Besichtigung der alten, mit Fresken ausgemalten Mönchshöhlen ist nicht mehr möglich, denn da hat das islamische Aserbeidschan etwas dagegen. Inzwischen hat man für den wirklich abseits gelegenen Ort eine neue Historie gefunden. Also wurde uns der Zutritt verwehrt und trotzdem war es ein superschöner Tag, der in im Top-Hotel von Sirgagni und mit einer
köstlichen Weinprobe seinen perfekten Ausklang findet. Aserbeidschan hin oder her…
…sind bayuwarische Haxn eines polnischen Namensträger in Socken aus Schweden und Schuhen aus Frankreich, die in Norwegen gekauft wurden, beim Wandern an der Atlantikküste von Portugal. Das nicht gezeigte T-Shirt ist aus Italien, der Rucksack aus Australien(sorry), die Sonnenbrille aus Österreich und…
…muss man natürlich auch sagen, dass nicht jeder Tag von einem wolkenlosen und blauen Himmel geprägt ist. Aber während zuhause die Eisheiligen so langsam für wirklichen Frust sorgen, halten sich hier Wind und Wetter doch etwas zurück. Und so ganz ohne ist eine geruhsame Küstenwanderung bei Temperaturen um die 16 Grad auch nicht. Hat man mehr Zeit auf den Boden zu schauen. Muss ja nicht immer nur blauer Himmel sein…
…und dann reißt es doch kurz auf und schwupps sind sie an der Bucht von Arrifana alle draußen, die so endscoolen surferboys und surfergirls…
…auf die fantastische Sandbucht von Carrapateira vor. Eigentlich nicht nötig, denn bis jetzt war jeder Tag außergewöhnlich schön und abwechslungsreich. Und auch der Blick von oben auf die Mündung der Seixe in den Atlantik kann da ganz gut mithalten. Und der Ort Odeseixe, etwas im Landesinneren, ist einer der feinen Stopps auf unserer erholsamen Wanderung entlang der Rota Vicentina…
Und weil halt dieser Tage die Botanik und die Farben sich ganz besonders präsentieren, kommen eben noch ein paar Impressionen von unterwegs…
… ins Nest geschaut, das ist doch mal was. Der Auftakt an der Rota Vicentina ist wieder einmal mehr als nur top. Überall blüht es, das Wetter ist mit 30 Grad auch in Ordnung und abends bei den Damen Fisch zu essen, ist auch nicht das Schlimmste, was einem passieren kann. Und ein bisserl Amalia Rodriguez muss auch sein. Immerhin sind wir ja in Brejão bei ihr Zuhause…