Anette…

…“Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ A. Einstein…

Wir höhnen oft und lachen
Der kaum vergangnen Zeit,
Und in der Wüste machen
Wie Strauße wir uns breit.
Ist Wissen denn Besitzen?
Ist denn Genießen Glück?
Auch Eises Gletscher blitzen
Und Basiliskenblick.

Ihr Greise, die gesunken
Wie Kinder in die Gruft,
Im letzten Hauche trunken
Von Lieb‘ und Aetherduft,
Ihr habt am Lebensbaume
Die reinste Frucht gepflegt,
In karger Spannen Raume
Ein Eden euch gehegt.

Nun aber sind die Zeiten,
Die überwerthen, da,
Wo offen alle Weiten,
Und jede Ferne nah.
Wir wühlen in den Schätzen,
Wir schmettern in den Kampf,
Windsbräuten gleich versetzen
Uns Geistesflug und Dampf

Anette von Droste-Hülshoff „Vor vierzig Jahren“

Schloss Moyland mit…

… einer Wahnsinnsaustellung von…
…mit der Serie „Jüdische Freunde“ und……
…so manch anderem aktuellen Bezug…
…und nein, nicht der Fettecke (ist meine Serviette), aber…
…der weltweit größten Sammlung von Beuys-Exponaten…

Mia san mia…

…ob Dieter Reiter gesödert hat oder Markus Söder jetzt reitert? Passt scho passt eben nicht. Vielleicht wird’s auch woanders einfach mal eng für eine selbstgefällige One-man-show. Die mia san mia-Silberrückenmentalität hat einen krausen Dämpfer abbekommen. München hat jung gewählt und zwar grün. Aber eben nix mit Apfelsaft oder mit anderem alternativ dunklem Geschmack. Und Söder? Der wird in den nächsten Jahren so manche krause Gedanken pflegen und für sich reklamieren. Erstaunlich, wie sich Hälse wenden können, mal sehen …

Eine kurzer Abstecher ins tibetische Bardo…

…absolut sehenswert und endlich…
…einmal eine moderne künstlerische und buddhistische Weltsicht…
…ohne esoterischen Klimbim und jodelige Folklore. Manggus und die Welt der tibetischen Dämonen und Bardogeister.
Einfach mongolisch stark. Und wenn man will, kann man sich ja die Bilder mit Shuteen Erdenebaatar oder Enji etwas jazzig unterlegen. Kommen auch beide aus der Mongolei. Ein absolut gutes und spannendes künstlerisches Dreigestirn!

In der Mongolei war unter der sozialistischen Regierung der Buddhismus nahezu ausgestorben. Nach dem Zusammenbruch entsandte die indische Regierung den Abt des Klosters Spituk nahe Leh/Ladakh als Botschafter nach Ulan Bator. Mit ihm kam es zu einer großen Renaissance des tibetischen Buddhismus, der schon immer als perfekte Synthese von Religion und Schamanismus die tragende Kraft im Lande galt. Und genau in diese Synthese entführt diese fantastische Ausstellung den Besucher. Tashi Delek oder Sain uu…! Auf alle Fälle: top!