…ob Dieter Reiter gesödert hat oder Markus Söder jetzt reitert? Passt scho passt eben nicht. Vielleicht wird’s auch woanders einfach mal eng für eine selbstgefällige One-man-show. Die mia san mia-Silberrückenmentalität hat einen krausen Dämpfer abbekommen. München hat jung gewählt und zwar grün. Aber eben nix mit Apfelsaft oder mit anderem alternativ dunklem Geschmack. Und Söder? Der wird in den nächsten Jahren so manche krause Gedanken pflegen und für sich reklamieren. Erstaunlich, wie sich Hälse wenden können, mal sehen …
Eine kurzer Abstecher ins tibetische Bardo…




In der Mongolei war unter der sozialistischen Regierung der Buddhismus nahezu ausgestorben. Nach dem Zusammenbruch entsandte die indische Regierung den Abt des Klosters Spituk nahe Leh/Ladakh als Botschafter nach Ulan Bator. Mit ihm kam es zu einer großen Renaissance des tibetischen Buddhismus, der schon immer als perfekte Synthese von Religion und Schamanismus die tragende Kraft im Lande galt. Und genau in diese Synthese entführt diese fantastische Ausstellung den Besucher. Tashi Delek oder Sain uu…! Auf alle Fälle: top!
Sunday double feature…
Shifting…
Aschermittwochbashing,…
…einfach nur peinlich und dumpf. Und kontraproduktiv und destruktiv . Also: what for?
AdbK – stark, Leyla Schiemenz…
…Leyla Schiemenz https://www.adbk.de/en/diplom-26/leyla-maria-roxana-schiemenz.html
„Die Wunde ist der Ort, an dem das Licht in dich eindringt“, Dschalal ad-Din Rumi (1207-1273)


View of the night…
View of the night…
View of the night…
Der Tempel der Gutmenschen in…
… Herrsching ist sicherlich die „Biowelt“. Hier kaufen sie alle ein, die anders sind, die besser sind, die umsichtiger sind, die nachhaltiger sind, die bewusster sind, die ökologischer sind, die grüner sind, die keinen Verpackungswahnsinn mitmachen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad mit Packtaschen kommen, die von Corona nichts wissen wollen und die den deep state aufzudecken wissen, die gegen die Mobilfunkmasten kämpfen und die beim Heckenschneiden darauf achten, dass die Elflein nicht aufgescheucht werden. Eben einfach alle Guten.
Und dann so ein Schild am Eingang! Am Hohen Tempel! Und das in einem der wohlhabendsten Landkreise Deutschlands! Also hab ich mich mit dem Ladenmann unterhalten, der sich etwas wand, dann aber erklärte, dass es im letzten Jahr einen signifikanten und spürbaren Anstieg an Fehlbestand gegeben hätte. Dass dies sich nicht auf ein bestimmten Produktkreis (z.B. Wein oder Bioschokolade) beschränke und dass die Tendenz kontinuierlich ansteigend sei. Irgendwie wisse man sich ja auch nicht mehr zu helfen. Zumal gut 80% der Kunden Stammkunden seien. Nun ja, man habe mal ein paar Jugendliche auf der Kamera erwischt, die den Laden zügig über den Lieferanteneingang verlassen hätten, aber das erkläre eben nicht den Fehlbestand. Also man wisse auch nicht und fühle sich auch nicht wohl dabei, so ein Schild aufstellen zu wollen oder zu müssen, aber …
…aber wahrscheinlich ist es so, wie überall in der Welt. Wenn auf der Insel etwas geklaut wurde, dann waren es die vom Festland und auf dem Festland waren es die von der Insel. Im entlegenen Gebirgstal waren es die vom Nachbartal und in der Wüste die vom anderen Stamm. Und wahrscheinlich sind es in Herrsching eben die anderen 20 Prozent, die mit dem Auto – oder noch schlimmer – aus München mit der S-Bahn kommen, eben keine Gutmenschen.
Ich bin immer wieder in Leipzig, eher in einem problematischen Viertel, in dem der Einkommensschnitt und der Altersschnitt gänzlich anders aufgestellt sind als in Herrsching. Hier sind in meiner alltäglichen Laufnähe mindestens vier Biomärkte, alle ohne Schilder. Und das, bei dem schmalen Budget der meisten Kunden. Aber wie gesagt, wahrscheinlich sind es in Herrsching die von der Insel…







