Am Wochenanfang habe ich…

… noch dieses Bild als Beweis gemacht. Es gibt keinen Winter! Die eingespielten Meldungen in den üblichen Medien – allesamt Archivaufnahmen. Das Einstellen des Reiseverkehrs eine unbotmäßige Maßnahme und eine gravierende Einschränkung der Reisefreiheit. Selbst wenn dem so wäre, hätte doch jeder Bahnfahrer das Recht, auf freier Strecke stehen zu bleiben. Das Festhalten von Zügen in Bahnhöfen wie Leipzig erinnert mich an dunkelste Zeiten. Gegen diese völlig absurden Wintermaßnahmen haben Lastwagen- und Autofahrer die Autobahnen teilweise die ganze Nacht blockiert. Ich kenne auch niemanden, der im sogenannten Schneechaos steckengeblieben ist. Dafür kenne ich jemanden, der die Strecke München – „schönste Stadt am Rhein“ unbehelligt in rekordverdächtiger Zeit zurückgelegt hat und erhrlich gesagt, ich brauch auch keine Schneeschaufel oder sonst was. Heute habe ich zwar geschippt, aber das war kein Schnee und Eis, sondern temporär gefrorenes Wasser und damit Regen. Ehrlich gesagt freue ich mich schon auf die frühsommerlichen Temperaturen von bis zu -12 Grad… tja, auch eine Sicht der Dinge🤔

Neues aus dem Sechs-Seen-Land…

…ist kaum zu vermelden, sieht man einmal von der Entstehung des neuen Andechser Wasserspiels ab. Aber ich fürchte, dabei handelt es sich – gänzlich anders wie bei Coronoa – um ein kurzes, temporäres Phänomen und in ein paar Tagen geht alles wieder seinen normalen Gang. Was man ja bei Corona so langsam auch empfinden kann, definitiv aber nicht empfinden mag. Überhaupt hatten wir ja in den Tagen vor C. immer wieder gesagt, weniger ist mehr. Jetzt haben wir viel weniger, vor allem im K-Bereich wie Kunst, Kultur, Konzerte, Kino, Kommunikation, Kneipen, Kabarett, Kulinarik, Konsum, Kastaniengärten… und natürlich auch in anderen Bereichen, die nicht mit K beginnen. Passte nur grad so schön die „K-Frage“. Ein mehr haben wir dafür an all den widrigen Themen wie Downlock und Einschränkungen und Reise und Freiheit und…und…und… und da fragt man sich schon immer wieder: „Kommen wir da einigermaßen safe durch?“ Ich denke schon, da bin ich mir ganz sicher. Natürlich, so ganz einfach wird’s nicht nach so langer Zeit, aber Stillstand ist Rückschritt und Querschritt Blockade. Meine Uhr steht übrigens immer noch auf acht vor vier und mein Glas ist immer noch halb voll und nicht halb leer. Also ist nach vorne schauen und vorwärts gehen angesagt. Was sonst.

Ich war beim Supermarkt…

…. an der Wursttheke, beim Käse und an der Kasse, beim Bäcker, im Gemüseladen und im Reformhaus und im Biomarkt – keiner konnte mir die Batterie wechseln. Knopfzellen kann man schließlich nicht essen. Deswegen ist es jetzt seit Tagen bei mir acht vor vier und da fiel mir der alte Spruch „geh‘ weida, Zeit, bleib steh’n“ ein. Nicht dass ich darauf scharf wäre, eher das Gegenteil, nämlich dass etwas vorangeht, und zwar nicht nur die Zeit. Aber so wie’s aussieht, wird es bei mir noch eine zeitlang bei acht vor vier bleiben.

#view of the day…

„last beer standing…“
Nur lesen…
ist auch fad!“
Oder doch lieber ab nach…
…Tibet, meditieren und das innere Feuer entfachen?
Auch keine Lösung.
Also durchhalten!

Ganz schön…

…und leider auch ein bisserl ganz schön traurig, wenn man all das, was man sehen könnte, nicht sehen kann, weil man es momentan nicht sehen darf. Da passt der trübe Winternieselregen und die verlorene Stille einer großen Stadt. Wer ist unterwegs? Ein paar Unentwegte, ein paar Familien, die mit ihren Kindern das Motto „jeden Tag raus“ leben, ein paar Jugendliche, die hier hinter den klassizistischen Säulen im off eine Abstandshalbe trinken. Da kann man nur hoffen:“ comes rain, comes shine!“ Trotzdem, es hat sich gelohnt und es ist sehenswert. Eine schöne, verbindende Idee, denn in diesen eremitären Tagen sind wir um vieles froh, was uns den Blick weitet. Und sobald all die Museen und Sammlungen wieder offen sind, werde ich durch die Gänge schleichen. Denn ohne Kunst ist es einsam.