…es grünt so grün. Wer dieses Jahr Langlaufen will, muss lang laufen, bis er an den Schnee kommt. Also muss man dieses Jahr nur die Schreibweise ändern, wenn man Wintersport treiben will. Lang laufen. Aber vielleicht ist es dieses Jahr ganz besonders markant, dass er fehlt, der Schnee. Nicht nur optisch, sondern auch für das gesamte Gleichgewicht. Aber am Ende eines bewegten Jahrzehnts, das genauso bewegt ins nächste übergeht, scheint es, dass doch viele etwas nachdenklicher geworden sind angesichts der grünen Pracht. Etwas mehr als hilflos stehen wir vor dem frühlingshaften Ambiente, freuen uns natürlich über die sonnigen Tage, und sind trotzdem ganz wehmütig, weil’s halt eben nicht so ist, wie es sein sollte. Manchmal merkt man es erst, wenn es einem fehlt. Und wenn es einem so lange fehlt, wie dieses Jahr, dann fehlt es einem um so mehr….
…unterwegs – nach Nepal und Bhutan, zum Küstenwandern an die Algarve, nach Georgien, Matera und Apulien, nach Norwegen ins Dovrefjell und auf den Olavsweg! Einach anders…
…von oben und mit einem frühwinterlichen Kleid. Fantastischer Blick auf den Grossglockner und die Pasterze auf dem Flug nach Matera. Der Kreis schließt sich zu den erlebnisreichen Tagen im Sommer auf dem Alpe Adria Trail.
… mehr geht einfach nicht in Bhutan. Eine spektakuläre Lage, eine spektakuläre Geschichte, und es war rundherum ein perfekter Tag, den wir genossen haben. Nicht in Eile und Hast, sondern angemessen in vollen Zügen. Wenn man so viele Jahre darauf wartet, dieses beeindruckende Kloster zu sehen und zu besuchen, dann darf man sich Zeit lassen. Aber das heißt ja nicht, dass man anschließend nicht ins Café geht und Blaubeerkuchen ist. Auch das gibt’s in Bhutan.🙏
…ganz anders aussehen. Heute führte uns unsere Reiseroute ins subtropische Punakha mit seiner wunderbaren Klosterburg, Dzong,aus dem 17. Jhd. Aber fast noch überwältigender als dieser archaische Prachtbau waren die Bäume unterwegs. Während es in München zum ersten Mal schneite, kamen in Bhutan die ersten Bäume zum blühen. Bitte – wir haben Mitte November…
… Tage im Phobjikatal. Der Lawala oder geschmeidiger Laola-Pass mit 3332 Metern führt hinüber ins weite und malerische Phobjika-Tal und zu den Schwarzhalskranichen. Sie sind in Bhutan die Vögel des Glücks und gelten als besonders verehrungsürdig, tragen sie doch auch die Seelen gen Himmel. Wenn morgens die Sonne in das Hochtal kommt und langsam der Nebel aufsteigt, möchte man einfach nur den Atem anhalten und hoffen, das dieser Moment nie vorbeigeht. Hier ist einfach ein ganz besonderer Ort.
Die Kraniche tanzen im morastigen Talgrund, die Sonne kommt, irgendwo hier muss so etwas wie das Paradies sein. Zeit für einen ersten Kaffee oder Tee. Dann heißt es nur, durchs Fernrohr die Kraniche beobachten. 59 Kraniche sind inzwischen eingetroffen. Jeden Tag werden es jetzt mehr…
…sicherlich nie vergessen wird – so wie hier über das Haa Tal kurz vor dem Cheli La oder vom Dochu La auf die Eisriesen des bhutanesischen Himalaya. Es dauert etwas, bis man sich in der Ruhe und Stille Bhutans zurechtfindet. Vielleicht ist der Geist noch unstetig, umtriebig, gehetzt vom Stress oder vom Lärm und der Dichte Kathmandus. Vielleicht stellt man auch zu hohe Erwartungen, den Bhutan pflegt zwar das Bruttonationalglück, aber ob man es so auf die Schnelle mal inhalieren kann…wohl kaum. Steht man aber auf einem der Pässe und der Blick verliert sich in dieser traumhaft schönen Landschaft, dann kann man sein eigenes Bruttosozialglück genießen. Und genau das mag die Kraft Bhutans sein – zur Ruhe kommen.
Und dann gab es im Dzong von Thimpho noch eine wohlschmeckende, fast königlich köstliche Entdeckung…