Schade, heute wird es…
Kommentar
… wohl für eine Bootsfahrt mit Panoramablick nicht reichen. Aber so ein Spaziergang an der Oper hätte schon etwas für sich? Mal abwarten, denn die Australier verstehen es schon ganz gut, den Tag zu genießen und vielleicht ergibt sich ja eine Möglichkeit, mal auszubrechen. Bin mal gespannt, denn für derartig positive Veränderungen im Tagesplan ist man hier offener als bei uns. Mal sehen, was der Tag so bringt.
…vielleicht doch etwas falsch. Wir stehen früh auf, früher als alle andren, arbeiten viel mehr als Griechen, Portugiesen und Spanier zusammen (behaupten zumindest manche von uns) und sind eben sparsam und fleissig. Der erste Eindruck von Australien: „Dir wird es dort nicht so gefallen. Ja, ja, die Natur, aber…“ Die Vorhersagen scheinen momentan nicht einzutreffen, eher das Gegenteil. Die ersten Begegnungen hinterlassen mich etwas verblüfft, denn hier in Sydney kommt mir der gedanke, dass wir zu Hause vielleicht etwas falsch machen. Wir grübeln und granteln, stehen zu früh auf, haben zu wenig Sonne und jammern den ganzen Tag über Preise und Wirtschaft und Kosten. Denke ich mir hier, wo alles viel teurer ist, da müssen ja die Löhne supertoll sein und ebenfalls auf dem doppelten oder mehr Niveau sein. Wer´s glaubt. Immerhin, dieses kleine Glaserl australischer Chardonnay kostet (nicht nur an der Oper) schlappe 9 $. Und da sitzen die Leute und trinken ihn unverzagt und mit viel gelächter Flaschenweise. Wahrscheinlich ist es doch eine Mentalitätsfrage und die ist, behaupten wir Nebelzonenlebewesen zumindest, abhängig von der Sonne. Deshalb und weil bei uns die Sonne nicht so knallt tun wir uns zu Hause wohl besonders schwer damit, unbefangen und froh in den Alltag zu gehen. Nach einem ersten Tag Sydney, an dem alle mehr als höfflich und freundlich waren, zumindest mir gegenüber, meinte eine Verkäuferin:“…the germans are so friendly“. Keine Ahnung, wen dieses junge Mädchen bei uns im fröhlichen Bayern in Deutschland getroffen hat…
… nach rund 30 Stunden geht die Sonne auf. Wie viel Bordkino verträgt der Mensch? Ich hab mir insgesamt 4 Filme auf diesem Flug genehmigt. Immerhin alle aus der Kategorie oskarprämiert. Einer war saugut, bei den andren drei hätte ich zuhause ausgeschalten. Aber – man sollte auch an den Rückflug denken und da besteht ja nochmal eine Chance. Umso stärker war die Ankunft in Sidney. Fast Vollmond über dem Hafen um 5 Uhr mrogens und aus dem Hotel im 32. Stock eine erste Impression von australischer Sonne und Sidney. Und etwas Nostalgie mit dem Blick auf die Kuppel.
…das war mal eine ziemlich coole Band mit John Lourie. Untwegs nach Oz mit mit Zwischenstopp in Dubai. In London noch am Fernseher gehangen mit Lewandowski, Götze und Co. – umringt vom Unverständnis englischer und internationaler Fussballfans, demonstriert Jürgen Klopp bestes Understatement im arabischen TV bei der Ankunft. Trotz aller Annehmlichkeiten eines gehobenen Fluges – die Seele hängt noch imLuftraum zwischen München – London -Dubai. Wie wird das wohl erst in den nächsten 20 Stunden werden?
…die wird ja wohl fürs outback reichen. Übrigens, Sonnencreme kauft man nicht nach Alter und Hochverträglich bezieht sich nicht auf eine Wesenseigenschaft des Einzucremenden. Also bald, nach einem langen Flug (+2 steht auf dem Ticket) gibt´s hier bald neue Reiseimpressionen aus Australien und Tasmanien.Joachim Chwaszcza

