Mia san mia…

…ob Dieter Reiter gesödert hat oder Markus Söder jetzt reitert? Passt scho passt eben nicht. Vielleicht wird’s auch woanders einfach mal eng für eine selbstgefällige One-man-show. Die mia san mia-Silberrückenmentalität hat einen krausen Dämpfer abbekommen. München hat jung gewählt und zwar grün. Aber eben nix mit Apfelsaft oder mit anderem alternativ dunklem Geschmack. Und Söder? Der wird in den nächsten Jahren so manche krause Gedanken pflegen und für sich reklamieren. Erstaunlich, wie sich Hälse wenden können, mal sehen …

Eine kurzer Abstecher ins tibetische Bardo…

…absolut sehenswert und endlich…
…einmal eine moderne künstlerische und buddhistische Weltsicht…
…ohne esoterischen Klimbim und jodelige Folklore. Manggus und die Welt der tibetischen Dämonen und Bardogeister.
Einfach mongolisch stark. Und wenn man will, kann man sich ja die Bilder mit Shuteen Erdenebaatar oder Enji etwas jazzig unterlegen. Kommen auch beide aus der Mongolei. Ein absolut gutes und spannendes künstlerisches Dreigestirn!

In der Mongolei war unter der sozialistischen Regierung der Buddhismus nahezu ausgestorben. Nach dem Zusammenbruch entsandte die indische Regierung den Abt des Klosters Spituk nahe Leh/Ladakh als Botschafter nach Ulan Bator. Mit ihm kam es zu einer großen Renaissance des tibetischen Buddhismus, der schon immer als perfekte Synthese von Religion und Schamanismus die tragende Kraft im Lande galt. Und genau in diese Synthese entführt diese fantastische Ausstellung den Besucher. Tashi Delek oder Sain uu…! Auf alle Fälle: top!