Ein kleines buddhistisches…

…Triptychon am Fensterbrett mit sanft flatternder Unterstützung. Sieht fast ein bisserl nach Rückzug in die Einsiedelei aus, dem Streben nach höherer Erleuchtung. Stimmt aber nicht so ganz, denn so, lieber Kollege Buddha, hab ich mir das auch nicht vorgestellt im Winter 2021/22…

Zunehmend verschwimmen die Spuren der Wahrnehmung und die verschiedensten Wirklichkeiten und Wahrhaftigkeiten scheinen sich übereinander zu legen wie Einsicht und Einfalt. Vieles, was man sieht, entstammt mehr dem Wunsch, etwas sehen zu wollen denn der Wahrhaftigkeit. Bei so vielen Wissenden und Sehenden heute durchaus ein Thema. Da muss man einfach nur eins und zwei zusammenzählen oder zusammenlegen.

Einfach zum aus der Haut fahren oder zum Abheben. Ganz im Sinne von Heidi Bucher, zu bestaunen im Haus der Kunst, die uns zeigt, wie gefangen unser Denken in harten und weichen Strukturen und Schemata eigentlich ist. Ganz im Gegenteil von dem, was wir von uns denken…

So sollt ihr diese flüchtige Welt beschauen:

Wie einer Sommerwolke Wetterleuchten,

wie ein Stern im ersten Morgengrauen,

wie einer Flamme unbeständiger Schein,

wie einer Welle schnell verwehter Schaum,

wie ein Phantombild, ein Trugbild ohne Sein,

wie eines schlafverfallnen Geistes Traum.

Santideva

Demagogentracht und Schwedenfahne…

…malte Caspar David Friedrich nicht weit vorausschauend zum Thema Corona. Er wollte auch nicht als alter Mann, der Heimat den Rücken zugedreht, das Land verlassen und auswandern ob der schweren Lage zu Hause. Greifswald war zu seiner Jugend noch schwedisch. Im Gemälde, so romantisch es anmuten mag, dokumentierte Friedrich ein deutliches politisches Statement, indem er sich in der seit 1819 verbotenen Demagogentracht als Bekenner zur bürgerlichen Freiheit malte. Mit Schweden und den Demagogen und Corona beschäftigen wir uns heute wieder ganz schön viel. Aber so romantisch wie Friedrichs heransegelnde Schiffe im Bild „Lebensstufen“ an der nordischen Küste sind unsere Tage leider nicht mehr und Caspar David Friedrich hätte sich wohl stante pede impfen lassen. Im ging es um die Freiheiten, die wir heute manchmal so großzügig dehnen. Schweden hin oder her…

Auch die Installation der japanischen Künstlerin Chiharu Shiota, „Internal Line“ beschäftigt sich mit dem Thema Freiheit. Unzählige rote Fäden umgeben hängende Frauenkleider, eingesperrt und vor dem sozialen Außenraum geschützt zugleich.“…Das Verhältnis von individuellem Freiheitsstreben und schutzversprechender Beschränkung klingt als Grundthema an.“ Also wieder einmal alles hochaktuell im Museum der Bildenden Künste zu Laipzsch…

SZ und Entdeckertouren…

der direkte link zur Reise
SZ Feuilleton vom 17.9. – siehe weiter unten „followtheguide“ vom 28.8.

…haben durchaus etwas sehr gemeinsames. Zumindest, was das Thema „Himmelsscheibe“ betrifft. Unsere Reise nach Leipzig, Halle, Nebra, Naumburg und Goseck vom 1. – 4.11. ist mehr als nur eine punktgenaue kulturelle Landung. „Mein Leipzig lob´´ ich mir…

Unsere Entdeckertour – einfach auf das Bild klicken

Worum sich letztlich alles dreht…

…ist und bleibt die Sonne. Hat man relativ früh erkannt. Halle, Neue Horizonte: “Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra”…

Die entscheidenden Tage sind der 21.Juni und der 21. Dezember…so siehts aus im frühen Sternenhimmel. Geändert jedenfalls hat sich daran nichts die letzten fast 4000 Jahre. Ich hab jedenfalls nichts bemerkt. Trotzdem, neue Horizonte sind es allemal…