Zwischen Kitsch und…

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…Kunst. Der schmale Grat ist auf Murano besonders schmal. Wer braucht all diesen Glasschrott, der wahrscheinlich oft eher aus China kommt als von der Insel. Die seltenen Unikate und Kunstwerke finden sich sowieso nicht auf den Hauptrennstrecken, sondern meist im Museum. Doch trotz allem Glasramsch fand ich Murano angenehmer und charmanter als die farblich so „aufgepeppte“ Nachbarinsel.  Vielleicht lag’s aber an der späten Stunde des Besuchs. Da waren die Rundfahrer der Vaporettoschleife Murano-Burano schon weitergezogen. Azyklisch unterwegs zu sein ist sowieso manchmal besser in Venedig.

Malamocco statt San Marco…

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…ist eine gar nicht so schleche Alternative, den Malamocco war schon da, da war an San Marco nocht gar nicht zu denken. Also rein in den Bus No.11 und raus von Lido nach Malamocco –  ich finde, schon allein der Name ist es wert. Und dann? Weiter mit dem 11er auf die Fähre, rüber nach Pellestrina, rauf aus Vaporetto und Ankunft in Chioggia, genau richtig zum Feiertagsbummel. Und in der Seitengasse dann als Vormittagsaperitivo ein Schatten, ein kleines Glas Wein, wie es die Venezianer nennen.

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Ein imposantes Lichterspiel…

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…und eine sehr nette Bar. Zum letzten Abendlicht noch auf das vorgelagerte GIudecca übergesetzt, um diese fulminante Abendstimmung einzufangen. An der Vaporettostation Redentore gibts eine für Venedig ganz normale, unspektakuläre und billige Bar. Einfach nett, den Aperitivo mit raus vor die Tür zu nehmen und auf das Boot zu warten.

Mazzorbo, die stille…

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…und ruhige Schwester von Burano ist mit einer kleinen Holzbrücke mit der Nachbarinsel verbunden. Auch das Vaporetto hält, aber fast keiner steigt aus. Gut so, denn Mazzorbo ist durchaus ein kleines Juwel. Nicht nur wegen dem Restaurant Venissa, dem kleinen Weingut und der Ruhe und Stille gegenüber dem Trubel in 200 Metern Luftlinie. Gegensätzlicher könnten zwei Laguneninseln wohl kaum sein. Santa Caterina, die ehemalige Klosterkirche aus dem späten 13. Jhd. jedenfalls ist einen Besuch wert. Klein, still, fast vergessen und ein echtes Juwel. Man kann ja ein Kerzlein stiften, das hilft wahrscheinlich gegen den Augenkrebs auf der Nachbarinsel.

Burano und die schrillen…

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…Farben. Irgendein Tourismusberater muss den Inselbewohnern von Burano wohl geraten haben, sich ein auffälliges Alleinstellungsmerkmal zu geben, damit auch wirklich alle, die auf eine Insel in der Lagune wollen, in Burano aus dem Vaporetto steigen. Baumarktfarben, die sonst wegen ihrem schrillen Farbton im Regal versauern würden und dazu plakativ die Wäsche aufgespannt. Die so entstandenen Kombinationen der Farbkleckse haben es in sich. Etwas dick aufgetragen sind die Farben allemal.

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Lights of Lido…

…so könnte man den fulminanten Auftakt vielleicht nennen. Bei dem kurzen Intermezzo in der Lagunenstadt gilt diesmal die Parole „alles außer Venedig“. Eine Rundfahrt zu den kleinen Inseln. Mal sehen was kommt, der erste Abend zumindest war ja schon mal ganz ordentlich.

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Ladakh und das Nubratal…

…sind immer wieder bewegende Erlebnisse und intensiver kann man Himalaya und die tibetische Kultur kaum erleben als wie in denTälern, Dörfern und Klöstern Ladakhs und Nubra. Diesmal haben kleine zusätzliche Wanderungen unser Entdeckerprogramm www.entdeckertouren.com abgerundet. Etwa die Wanderung von Lamayuru nach Wanla oder eben im Nubratal in ein verstecktes Seitental.
imageUnd auch wenn man denkt, man kennt alles doch oder hat doch schon alles gesehen, manches sogar mehrmals, dann sind es die Erlebnisse und Begegnungen mit den Menschen. Man spürt die tiefe Verwurzelung der Ladakhis, den buddhistischen Geist und die so selbstverständliche Herzlichkeit. Danke – jüle, jüle!
imageDie Fahrt über die himmelhohen Pässe und in das versteckte Nubratal, dicht an der pakistanischen Grenze, führen zurück in die Zeiten der Seidenstraße und der Karawanen. Die Bhaktiarkamele sind eine kleine Reminiszenz an diese Tage. Aber wenn man so von Diskit hinauf ins Nubratal schaut und die Berge der Western Karakorum Range erblickt, spürt man einen mächtigen Sog. Wie gerne würde man jetzt hier einfach weiterwanden.
imageAuch wenn es nur bei dem touristischen Kamelritt bleibt – es ist ein grandioses Panorama, das sich vor einem erschließt. Nicht weniger imposant ist dann auch wieder der Besuch von Lamayuru und die Wanderung nach Wanla. Erste Sahne Himalaya.
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und weil’s so schön ist, gleich nochmal ein Blick vom Eidechsenpass!
imageEtwas eingeschränkt durch die politische Situation, die im Moment auf Kaschmir lastet, waren die Tage auf dem Hausboot am Dal Lake in Srinagar. Auch wenn Teile der Stadt wegen Ausgangssperre nicht zugänglich waren und wir diesmal nicht zur alten Moschee gehen konnten – die Ruhe und Beschaulichkeit auf dem Hausboot versetzt einen immer wieder in eine fast meditative Ruhe. Und nach all den Bergwüsten und Steinen in Ladakh tun Wasser, Boote und Lotosblumen der Seele richtig gut.
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Grazie mille Riccardo…

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per tua pazienzaI! Ein super Mitbringsel aus dem Urlaub in de Maremma. Bei Riccardo von Maremmainbici.it hatte ich in der „cantina“, also im Felsenkeller einen verstaubten, kaputten Klassiker gefunden, ein Stahlrahmen-Bianchi aus den 80er Jahren. Mit viel Geduld und Liebe zum Detail hat Riccardo dieses Liebhaberstück wieder zum glänzen und zum laufen gebracht und mir damit eine große Freude gemacht. Die ersten fast 100 Kilometer wurden jetzt am Wochenende abgeradelt. Weil’s eben Spaß macht. Ancora grazie mille Riccardo! www.maremmainbici.it
…mi fa molto piacere sapere che ti sia piaciuto così tanto il mio lavoro. E‘ una grande soddisfazione sapere che il mio impegno abbia fatto felice una persona, come anche è stata per me una grande soddisfazione vedere come la vecchia signora Bianchi abbia ritrovato lo splendore della sua gioventù.“ Riccardo

„Sagen Sie ihren Freunden…

…,wir sind sehr traurig über, das, was in München passiert ist!“ Es ist ein kurzer Dialog mit den beiden Damen. Woher kommst du, aus München… Eigentlich nur ein kurzes, vielleicht besonders emotionales Beispiel für die herzliche und warme Aufnahme in diesem Land. Usbekistan auf die Seidenstraße zu reduzieren, täte all diesen so freundlichen und zuvorkommenden, gastfreundlichen und charmanten Menschen fast Unrecht. Ihre entspannte Großzügigkeit, ihre selbstverständliche Entspanntheit – es sind schon ganz besondere Momente. Diese nur wenigen Tage hier – sie machen Lust auf mehr, viel mehr. Nicht nur, weil es mal mit über 40 Grad so richtig heiß ist.

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