Zwischen Traum und…

Traum_02… Wirklichkeit – das ist unser Schwebezustand, in dem wir uns doch täglich befinden. Wie gewichtig die Unterschiede sein können, kann man vielleicht an den beiden Bildern nachvollziehen. Der leise wohlklingende Traum auf der Biennale und das abschreckende Beispiel eines Venedigaufenthalts der Extraklasse. Da soll einem die Balance gelingen…
Traum_01

Der höchste Berg…

Everest_01… der Welt ist bekanntlich ja der Mount Everest und die entbrannte Diskussion, ob der DAV Summit Club nun den Everest im Rahmen der Seven Summits anbieten darf/soll/kann oder ob da der Rahmen der Verträglichkeit und der moralische Ethos des Bergsteigens zu Grabe getragen wird, nimmt eigentlich lächerliche Züge an. Sieht man die Autokolonnen an einem schönen Wochenende oder die unverzagten Skigelüste beim ersten Schnee unter dem Motto „Die Saison ist eröffnet“ kann man sich schon denken, das Doppelmoral ein gutes Ruhekissen ist. Und da ich ja schon mehrmals sowohl auf nepalischer, als auch auf tibetischer Seite am – nicht auf! – dem Everest war, hier die jeweils passende Ansicht. Oben der Everest vom Kala Pattar in Nepal, unten der Everest vom tibetischen Basecamp aus gesehen. Viel Spaß und gute Nachruhe…

Everest_02

Da mag man…

Biennale03…schon nachdenklich werden zwischen Kunst und Wirklichkeit, oder ist Kunst erst dann wirklich, wenn man sie kunstvoll betrachtet. Auf der Biennale ist es immer ein Spagat zwischen wirklich ernsthaftem Kunstbetrieb, Staatskunst und effektvollen Drapieren. Und manches wird im Detail großartig, auch wenn die offizielle Lobung einfach drüber hinweggeht. So kann jeder sehen, was er will und das ist gut so…
Kunst auf der Biennale und…
Biennale02…Wirklichkeit am Mercato Rialto.
Biennale01

Szenenwechsel von Island…

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… tja, wohin wohl? Die Tauben zeigen es und auch Mr. Ai macht das Ratespiel leichter. Abseits der lauten Trampelpfade macht es wirklich noch Sinn und Spaß nach Venedig zu kommen und die Biennale, ja die lockt sowieso. Auch wenn manchmal nicht ganz deutlich wird, ob der Künstler oder das Kulturministerium den Ton angibt. Zumindest in den Giardini. Aber die Vielfalt ist groß und vieles entdeckt man auf dem Weg. Und der Weg ist auch ein wichtiger Teil des Erlebnisses…

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View of…

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…the day und das wie in einem Film. Eine Fahrt, die oft an großes Kino erinnert, an Tom Cruise und manch anderen heldenhaften Recken, und die dann doch tiefer geht und sich eingräbt ins Gedächtnis. Die Einsamkeit, die Reduktion der Farben, die Stille – und über allem liegt ein mystischer Mantel und ein Gefühl, dass vieles hier im Lot ist. Wenn eine Landschaft nach nur drei Tagen soviel Platz im Kopf einnimmt, dann hat sie doch einiges mehr zu bieten als eine Kamerafahrt im Kino. Das Leben ist echt echt, nicht Hollywood, und in Island spürt man das.

Und dann ist…

image… Schluss mit Asphalt, ab hier kommt nur noch wide open space mit Schnee, Gletschern, Lava und Jägern, die sich martialisch bewaffnet mit Daunenjacke, Fellmütze und Patronengurt auf die Jagd begeben. Das Schneehuhn, weithin als gemein gefährlich bekannt, ist der traditionelle Weihnachtsschmaus auf Island und ohne ein Schneehuhn am Tisch geht gar nichts. Also machen sich am ersten Jagdtag der Saison die Helden auf die Pirsch. Waidmanns Heil kann man da nur wünschen, denn Weihnachten soll ja nichts im Wege stehen. Und wer zuerst kommt, knallt zuerst. Ich jedenfalls ziehe heute meine orange Daunenjacke an, nicht damit es zu Verwechslungen kommt….

Saga und Geysir…

image… sind vielleicht die beiden einzigen Worte, die es aus dem isländischen in die internationale Sprachblase geschafft haben. Ja, und satt bedeutet auch satt, aber sonst? Dafür hat sich der Gletscher Langjöküll in bester Form gezeigt und auch das  alte Butterfass in Geysir war heute groß in Form. Und was so frühherbstlich in der Sonne glänzt ist begleitet von einem eiskalten schneidenden Wind. Nur die aurea borelis haben wir heute wohl verschreckt. Denn nach Abstimmung mit Alaska hat man die Vorhersage für die Polarlichter von 4 auf 0 runtergesetzt. Aber man kann ja nicht alles haben…

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Blue blue…

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… blue lagoon – es ist der Klassiker auf dem Weg vom Flughafen zur Hauptstadt. Mystischer und entspannender kann die Ankunft auf Island nicht sein. Erst einmal den Reisestress „abwaschen“ – dann sehen wir weiter. Wenn wir etwas sehen. Zumindest für manchen hilfreich oder gut gemeint mag der funktionale Hinweis in der Männerdusche sein, wo man sich zu waschen hat, bevor man das thermalische Nass betreten darf…

Schon alleine der…

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… Landeanflug auf Island war wie ein Märchen. Wie aus dem Nichts taucht die Insel auf, weiße Vulkanspitzen Gletscher, davor die karge Lavaküste mit dem grünen Schimmer. Im Hintergrund türmen sich die Wolken – einfach schön…

Traum und Wirklichkeit…

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…liegen oft nahe beieinander. Und so träume ich morgens beim Zähneputzen und blicke auf den herbstlichen Blätterwald, während ich vormittags dann mich auf die Reise begebe und dann in den herbstlichen „Biergarten“ am Flughafen eintauche. Wo es schöner ist, brauche ich wohl nicht zu sagen…

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