Meine Berge…

Mobil_01… au weia. Bergsport ist Motorsport und hier sieht man ein schönes Beispiel, wie diese Bergmotorsportart aussehen kann. Natürlich ist es eine tolle Sache, mit einem Porsche über Passstraßen zu kurven. Aber gehen wir einmal davon aus, dass bei 1 Million Mitglieder des Deutschen Alpenvereins 10% am Samstag ihrem Berginteresse nachgehen und am Sonntag, weil´s so schön war, nochmal 10%. Das sind dann 200 000 Bergler, die gen Alpen streben. Die wenigsten mit dem Zug, die meisten mit dem Auto, und allesamt sprechen von „meinen Bergen“. Das romantische Bild des edlen Steigers wird kultiviert und in Stein und Stahl festgehalten – keine 50 Meter neben dem Parkplatz. Eben au weia…

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So geht´s manchmal…

Villnöss…wenn man sich abends nach getaner Arbeit ins Bett legt und morgens zum Goldenen Wanderherbst aufbrechen soll. Ehrlich gesagt, so schlecht schaut´s nicht aus im Villnöss-Tal in Südtirol und dieses weiße Intermezzo wird auch bald wieder dem Regengrau des Tages weichen. Dann wäre mir weiß doch lieber.Trotzdem, es ist eine nette Überraschung – nur dass ich heute noch über den Jaufenpass fahren soll, will mir nicht so recht gefallen…

Nix Bären und Wale…

 

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…oder Elche… in dieser Hinsicht war Alaska doch recht mager, dafür aber eben der schönste arktische Regen. Und zu Hause, an einem Tag eine Monsterlibelle am Fensterbrett, eine kleine Blindschleiche im Keller, ein Frosch im Kellerfenster und eine Hornisse im Schlafzimmer. Das ist Wildnis pur! Und der Ausblick an diesem Tag war auch nicht schlecht. Zwar keine Polarlichter, aber immerhin…

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Da ist Pfeffer…

…drinn könnte man bildlich sprechen und zwar in allen farblichen Variationen. Momentan bin auf Pressereise auf den Taurus Trails mit einer Gruppe Journalisten und so wie es aussieht, scheinen die Wanderungen und Hikes auf den neu erkundeten Taurus Trails wirklich anzukommen. Mir wichtiger aber noch als die Wanderungen sind die Begegnungen mit den Menschen hier und die sind weit weit weg vom Klischee der Türkei und weit weit weg vom alltäglichen politischen Hickhack. Vieles ist eine Zeitreise und so mag man sich viellei ht fragen, was denn falsch läuft, dass vieles in der interkulturellen Begegnung so kompliziert scheint, obwohl es doch so einfach ist. Auf den Taurus Trails erlbe ich wieder einmal eine faszinierend nette und herzliche Türkei.

 

Gewählt und dann…

… ab in die Einsamkeit des Taurusgebirges. Gut, heute ist noch ein romantischer Abend über dem Hafen von Antalya, aber morgens geht’s in die Bergeinsamkeit…

 

 

Am Wahltag leistet…

… leistet die Grundschule in Herrsching einen wertvollen Beitrag zur Entscheidungsfindung. Ob das allerdings im schwarzen Bayern beim Bau der Schule so geplant war, bleibt offen. Ebenso, ob die Stifte nun schwarz überstrichen werden. Aber nett ist’s schon, wenn die direkte Aufforderung die richtigen Stifte zu nehmen so offensichtlich vor der Wahlkabine steht…

Die Dinge von oben…

… zu sehen ist zwar etwas besonderes, aber auch nicht immer erfolgreich. In dem Fall aber, vom größten Wasserflughafen der Welt für einen kurzen Rundflug abzuheben, war schon großartig. Dass wir wieder weder Elch noch Bär gesichtet haben – und das aus der Luft – verstärkt meine Theorie, dass es vielleicht doch nicht so viele Exemplare in Alaska gibt. Aber wohl in dem Moment, in dem ich von der Blockhütte losgewandert wäre, würden sie vor mir stehen. Ein klarer Fall von Murphy’s Law. Ich hab jedenfalls den Flug genossen und Bären und Elche hin oder her – es war traumhaft, einfach auf einem See n der Wildnis zu landen. Beim Rückflug ab ich mir dann überlegt, warum Grönland Grünland heisst und völlig mit Eis bedeckt ist, während Island viel grüner ist und Iceland heisst. Ich denke mal, die Elfen und Trolle werden es wissen…

 

Zeit den Koffer…

zu packen und Abschied von Alaska zu nehmen. So ganz von seiner bestens Seite hat es sich wettertechnisch leider nicht gezeigt, aber genau das macht Reisen aus, dass man sich einlässt und nicht nur abhakt. Die langen weißen Unterhosen wären ganz praktisch gewesen ( die stammen leider aus dem Heimatmuseum), ebenso eine wasserdichte Überhose, aber alles in allem – it’s Alaska and the weather ist quiet special up here… Aber fast ganz am Schluss kommt noch etwas Sonne durch und ganz in der Ferne zeigt die Alaska Range einen kleinen Hauch ihres wilden Charmes. Und wenn das Wetter es zulässt, steigen wir heute vor dem Rückflug doch noch in ein Wasserflugzeug für eine Runde über der endlosen Wildnis…

Nach fast 15 Jahren…

 

… hat mein bestes aller Travelshirts seinen Geist aufgegeben und sich ins einzelne Gewebestrukturen aufgelöst. Ob das nun auch ein Zeichen für mich sein soll, endlich aufzuhören mit dem Rumreisen und Erkunden – noch wünsche ich es mir, dies bezweifeln zu dürfen. Denn so ganz kommt die alte Nomadenseele noch nicht zur Ruhe. Aber – und dies sei einmal bemerkt – etwas langsamer und weniger getrieben tut gut. Auch einem alten Nomaden. In diesem Sinne hat das Hemd seine Aufgabe erfüllt und Platz gemacht für einen neuen Abschnitt. Slow travel – vielleicht…