Trauer, Mitleid, Mithilfe und Wut…

Chwaszcza_Nepal
..sind es, die nach dem schrecklichen Erdbeben in Nepal durch den Kopf schießen. Fast jeder von uns hat einen tiefen Bezug zu diesem wunderbaren Land und vor allem zu diesen wunderbaren Menschen. Ob Sirdar, Koch oder Mönch, Sherpani oder Shopkeeper in Kathmandu – jeder hat seine ganz spezielle und tiefe Verbindung nach Nepal. Vor allem zu den Menschen, denn vieles war im Argen. Übel, schlimm, erschreckend arm und erschreckend kaputt. Und wären die Menschen nicht gewesen, unsere Freunde und Helfer bei so manchem langen Trekking, vielleicht hätten wir uns einfach abgewandt. Zu dreckig, zu krankheitserregend, zu viel Müll… und…. Eigentlich gäbe es viele Gründe, Nepal nicht zu mögen, wären nicht diese wunderbaren menschlichen Erlebnisse. Und genau deswegen lieben wir dieses Land und seine Berge und seine Tempel, manche von uns seit vielen Jahrzehnten. Und jetzt ist es an uns, etwas zurückzugeben. Wieder einmal trifft es die Ärmsten der Armen und in Nepal sind es einfach wirklich die Ärmsten der Ärmsten der Armen. Da sollten grüne Reisterrassen und tolle Bergblicke nicht darüber hinwegtäuschen. Das sind Trauer und Mitleid. Bei der Mithilfe wird jeder für sich einen Weg finden, ob und wohin er spendet. Und dann werden wir darüber nachdenken, vielleicht doch bald wiederzukommen, um ein Zeichen der Hoffnung zu setzen, Zuversicht zu geben und Arbeit zu schaffen. Auch das ist bald schon wichtiger denn je. Und die Wut? Die gehört der korrupten und selbstgefälligen Regierung, denn ihr waren die Menschen immer gleichgültig – Hauptsache ihre eigenen Taschen waren voll.