…und „weiche“ Werte haben keinen Preis. Zu lesen bei Sedlacek und Orrell in dem Buch „Bescheidenheit“, erschienen bei Hanser. Schöne Landschaft – bitte hier keine Werbung und kein kommerzieller Nutzen, der uns dieses Bild verschmutzt. Große Gefühle kommen auf, romantische Emotionen, wie wunderbar ist alles. Dies ist ein weiches Gefühl und weiche Gefühle haben keinen Preis. Kein Mensch „zahlt“ für diesen schönen Ausblick, meinetwegen von einem Gipfel (außer er fährt mit der Gondel). Dem stehen jedoch immer wieder Kommerz, Werbung und Materialismus als „harte“ Kraft gegenüber, die das Weche verdrängen. Und wer es geschafft hat, auf dem Gipfel ein Restaurant oder einen Alpspix zu bauen, vertritt das harte Konzept. Money makes the world go round. Aber wieviel kostet ein reiner Ausblick, Natur pur und wem gehört sie, wer darf sie definieren, wer ausbeuten als harter Repräsentant und wer als weicher Konsument genießen. Haben die weichen Empfindungen keinen Preis und warum? Wären sie beständiger und wertvoller, wenn sie einen Preis hätten? Gedanken aus „Bescheidenheit“ von Sedlacek/Orrell bei Hanser, Gedanken bei den Great Walks in Australien, denn hier sind weiche Empfindungen vielleicht besser geschützt als bei uns. Trotz all dem zunächst anderen Empfinden von Natur und Umwelt. Natur ist hier etwas kostbares und hat seinen Preis – dafür kann man auch etwas erwarten. Bei uns hingegen sieht man Natur als ein allen zugängliches Gemeingut (auch wenn sich keiner drumm kümmern muss) und bei weichen Empfindungen schaut man auf den Preis. Man erwartet alles und will nicht bezahlen und ist sauer, wenn es dann nicht so wertvoll/schön ist, wie man gedacht. Weiche Werte auf lau wird auf Dauer nicht funktionieren. Der ökologische Fußabdruck beginnt viel früher, als wir das bei uns noch erwarten. da sind wir – freundlich gesagt, noch in einem Märchenschlaf. Also nicht zu viel und zu oft immer alles mit den Füßen treten und erwarten, dass Schönes selbstverständlich ist …hat…