29.11. Der Sex-Appeal einer Wärmflasche…

Der Treffpunkt der alten Männer

… ist zugegeben nicht besonders hoch, aber in diesem Fall hat er doch etwas. Also fällt es leichter, noch ein paar kurze Inputs zu geben, wenn es unter der Decke nicht eisig feucht und klamm ist. Erstaunlich ist immer wieder auf den Reisen der Faktor Zeit. Oft sind es nur ein paar Minuten und Sekunden, um an einem Ort anzukommen und die Atmosphäre aufzunehmen. Begegnen statt Besichtigen ist sicherlich en wichtiger Punkt. Deswegen war es heute etwas ruhiger, entspannter, mit mehr Luft zum „atmen“. Und wenn es nur ein paar Fotos sind, die man eigentlich machen wollte.

Changu Narayan voller Schulkinder wird dann zu einem schönen Erlebnis und Zeit zu haben, um in Ruhe ein paar Briefkuverts in einer Papiermanufaktur auszusuchen, macht den Tag rund. Insgesamt also war es trotz morgendlich klammer Frische doch ein mehr als schöner Tag, und jeder für sich hat heute so viele Eindrücke gesammelt. Vom abgelegenen Shivaheiligtum, von der beruhigenden Stille der bäuerlichen Landschaft, von der filigranen Schönheit der Newararchitektur – Nepal ist einfach ein Platz zum Heimkommen und Ankommen. Und jeder entdeckt doch immer wieder etwas Neuer, auch wenn er schon oft hier war. Das ist vielleicht der Unterschied.

28.11. Kalt, kalt, saukalt…

Die wilde Auffahrt zur versteckten Lodge

… na ja vielleicht nicht ganz. Aber nach einem langen Flug ist man, auch wenn man im Flugzeug vielleicht etwas geschlafen hat, müde und abgeschöpft. Zumindest sind wir es heute abend und so ist es kein Wunder, dass wir uns nach dem Abendessen in die Zimmer zurückziehen. Es dauert ein bisserl, bis die Betten warm werden und ich fürchte mal, der ein oder die andere werden morgen früh trotz der sexy Wärmflasche etwas verfroren aus dem Bett steigen. Da das ganze Zeitgefüge diesmal durcheinander ist, bin ich ab Mitternacht wach. Trotzdem – die Ankunft in Lakhuri Summit Village ist immer eine besondere Sache, denn mehr als bei irgend einem andren „Hotel“ stimmt hier die Atmosphäre. Und die Anfahrt mit dem alten Mercedes G hat ebenfalls Stil.

Zwischenwelten

Nach sechs Stunden Nachtflug Zwischenwelten in Abu Dhabi – gestern, heute oder wars überhaupt erst vor vierzehn Tagen. Gestörte Wahrnehmungen oder einfach nur Müdigkeit. Zumindest ist der Lärmpegel im diesem architektonischen Gehörgang immer gleich laut…

Auf dem Weg der Achtsamkeit…

Buddhafiguren in Chiang Rai

Heute geht es los und was würde da besser passen als ein Zitat aus einem der guten alten buddhistischen Klassiker:
„…Heute wie damals ist Indien (und Nepal) für die Buddhisten aller Welt das heilige Land. Auf indischem Boden liegen die Stätten der Erleuchtung, der ersten Predigt und des Parinirvana des Buddha, in indischen Sprachen sind die ursprünglichsten Texte verfaßt, nach Indien führen alle realen und geistigen buddhistischen Reisen. Wenn man in Bodh Gaya andächtig ceylonesischen, tibetischen udn europäischen Pilgern, in Sarnath Pilgern aus Thailand und Amerika, am Geiergipfel von Rajagrha frommen Reisenden aus Japan begegnet, dann gewinnt man eine Ahnunng davon, was die Lehre des Buddha vielen Millionen Menschen in der Welt als rost, Lebenshilfe und Hoffnung bedeutet.“ H.W. Schuhmann, „Mahayana-Buddhismus“

Unterwegs in den Bergen der Welt

Natürlich sind Fernreisen heute ein sehr sensibles Thema und so Punkte wie Klimaabgabe, social-impact usw. sind zwar schnell gefordert, aber sie umzusetzen – und zwar in einem nachhaltigen und vielseitigen Aspekt – ist etwas anderes. Hier bedarf es etwas mehr als nur ein chickes Eco-Label, hier bedarf es einer ganz konreten Planung und Vorbereitung im Vorfeld und einer stringenten Umsetzung vor Ort. Vielleicht trifft das alte Ingeborg-Bachmann-Zitat aus „Die Anrufung des großen Bären“ es am ehesten. Es geht um die „Tapferkeit vor dem Freund“. Und viele unserer Bergegnungen vor Ort sind Begegnungen mit echten Freunden. Eine Schlagzeile ist schnell produziert, aber ob in der Verpackung auch das drinnen ist, was sie verspricht, ist eben doch ein andres Thema. Und das können am Schluss nur die Kunden entscheiden – denn sie waren vor Ort. Was Länder wie Nepal brauchen, ist sicherlich Arbeit. Gute und saubere Arbeit für gutes und sauberes Geld. Nepal lebt von seinen Bergen und seinen Dienstleistungen. das sind die großen Stärken, wenn man unterwegs ist beim Trekking, in den Lodges oder auch eben bei kulturell ausgerichteten Reisen. Nachhaltig unterwegs bedeutet nicht, Länder wie Nepal im Stich zu lassen und sie aus dem Reisegedächtnis zu löschen. Nachhaltig Reisen bedeutet, vor Ort präsent und achtsam zu sein, und das soll hier Zug um Zug umgesetzt werden. Deswegen dieser Blog, damit auch Geschichten udn Ideen direkter transportiert werden können und wir langsam zu einer größeren Reisecommunity anwachsen, bei der es nicht nur um Gipfel geht, sonden eben auch um Inhalte wie eben „Begegnen statt Besichtigen. Ein erster Ansatz dabei sind unsere Kontakte in Nepal zu kleineren NGO. Hier werden wir in den nächsten Monaten noch aktiver werden und sind auch auf eure Rückmeldungen bzw. inputs angewiesen. Ich freue mich schon auf eure Rückmeldungen.
Achim Chwaszcza

Sustainable is not able?

 Auf alle Fälle und auch ohne großes „wenn und aber…“. Inzwischen sollte es ein absolutes add-on beim Nachhaltigen Reisen sein und so langsam kommen wir auch beim DAV auf die Spur- die ersten nachhaltigen Touren sind auch schon gelaufen. Sustainable bedeutet beim Reisen aber auch „Vielseitig statt einseitig“ und „Nachhaltig statt nachlässig“. In diesem Sinn werde ich im Jahr 2013 folgende Touren über den DAV Summit Club anbieten:
– Das alte Nepal neu entdecken (mit CO2-Exchange und Ofenmacher-Besuch)
Ladakh-Changtang-Nubra ( mit Unterstützung eines Interplast-Einsatzes in Leh)
Tsum Valley ( Hans Obermaier unterstützt  bei der nächsten Tour die Klosterrenovierung)
Chiemgau – ein (fast) „Null-Emmissionstrekking“ in der nahen Heimat im Frühsommer