Kommentar
30.11. Ein langer Weg..
…nach Namobuddha ist es, aber ein Weg, der sich lohnt. Zunächst einmal die fantastische Wanderung von Lakhuri entlang dem Höhenzug nach Manidoban, dann die Rumpelfahrt mit dem Jeep nach Panauti. Hier hinten, ein Tal weiter, ist es eine andere Welt. Es ist viel ruhiger und beschaulicher als im Kathmandutal. Es ist eine ruhige und bäuerliche Welt, die Felder sind momentan bis auf den Raps abgeerntet und alles wirkt irgendwie im Lot. Nicht dass es Überfluss und Luxus wäre, weit gefehlt, aber die Menschen denen wir begegnen, sind gut aufgelegt und wirken oft aufgeräumter und zufriedener vielleicht als bei einer ähnlichen Tour zuhause. Die Fahrt nach Namobuddha übertrifft alle Erwartungen: sowohl was die Rumpelstrecke anbelangt als auch das Erlebnis. Es sind die schönsten wehenden Gebetsfahnen, die ich im ganzen Himalaya kenne.
29.11. Der Sex-Appeal einer Wärmflasche…
… ist zugegeben nicht besonders hoch, aber in diesem Fall hat er doch etwas. Also fällt es leichter, noch ein paar kurze Inputs zu geben, wenn es unter der Decke nicht eisig feucht und klamm ist. Erstaunlich ist immer wieder auf den Reisen der Faktor Zeit. Oft sind es nur ein paar Minuten und Sekunden, um an einem Ort anzukommen und die Atmosphäre aufzunehmen. Begegnen statt Besichtigen ist sicherlich en wichtiger Punkt. Deswegen war es heute etwas ruhiger, entspannter, mit mehr Luft zum „atmen“. Und wenn es nur ein paar Fotos sind, die man eigentlich machen wollte.
Changu Narayan voller Schulkinder wird dann zu einem schönen Erlebnis und Zeit zu haben, um in Ruhe ein paar Briefkuverts in einer Papiermanufaktur auszusuchen, macht den Tag rund. Insgesamt also war es trotz morgendlich klammer Frische doch ein mehr als schöner Tag, und jeder für sich hat heute so viele Eindrücke gesammelt. Vom abgelegenen Shivaheiligtum, von der beruhigenden Stille der bäuerlichen Landschaft, von der filigranen Schönheit der Newararchitektur – Nepal ist einfach ein Platz zum Heimkommen und Ankommen. Und jeder entdeckt doch immer wieder etwas Neuer, auch wenn er schon oft hier war. Das ist vielleicht der Unterschied.










