… die Türme des Schweigens. Auf dem Weg von Kerman nach Yazd tirfft man auf eine zum Hotel umgebaute Karawanserei. Vom Dach streift sehnsuchtsvoll der Blick in die Berge des Iran. Wüste, Berge, vieles erinnert hier vom Landschaftsbild an den Jemen. Traurige Erinnerungen werden wach und zum steten Begleiter der nächsten Tage. Die Türme des Schweigens, die Begräbnisstätten der Zoroastrern, liegen vor den Toren der Wüstenstadt Yazd. Ein stiller und bewegender Abschluss dieses Tages…

Nicht ganz aus der Welt…
Nicht gerade abgeschnitten…
…aber ohne Internet geht halt nichts. Deswegen mussten wir warten, in Kerman einen Tag und zwei in Yazd. Deswegen noch einmal Kerman, nach 600 Kilometern Fahrt dennoch ein Ziel, das die Mühen lohnt. Der Blick aus dem Badehausmuseum und durch das verschlossene Tor der Karawanserei – es ist eine charmante Wüstenstadt, die ihre ganz eigene Ausstrahlung besitzt. Man spürt schon die Strenge der Wüste, die konservative Lebensart. Wie unterschiedlich sind da doch Shiraz und die Wüstenstadt Kerman. „Willst du eine Frau, die sinnlich ist, musst du nach Shiraz. Willst du eine Frau die treu ist, must du nach Kerman“ – so soll es zumindest der Legende und unserem Guide nach heißen. Vielleicht sagt das ja auch etwas über die Städte aus. Und nachdem wir in Kerman sind, kann ich ja mal auf den Schriftsteller und Religionswissenschaftler Navid Kermani hinweisen. Hat grad eine bewegende Rede zur Verleihung des Friedenspreises gehalten – es muss ja nicht gerade „Dein Name“ sein…

Heute ist es nahezu…
…unmöglich, etwas ins Netz zu stellen. Nicht weil es aus Kerman nichts zu erzählen gäbe. Das Sufigrab in Marhan, der nette Prinzengarten, der Basar in Kerman und die kleine Moschee, versteckt und nur mit einem Gebetsrausm…
Heute ist es das Internet, das in der Wüstenstadt mittelalterliche Verhältnisse schafft. Deswegen“nur“ der Text und falls es sich hochladen lässt, ein kleines Bild vom Buchdeckel in der Sufimoschee Nemathollah Vali in Marhan.
Ein langer Tag mit…
… mit 600 Kilometern, mit zwei Salzseen, Orten, an denen man nicht bleiben will, und einem immer wieder von neuem aufgehenden Mond. Auch wenn der Weg in die Wüstenstadt Kerman lang und anstrengend war, vor allem für den Fahrer, der eine von der Polizei vorgeschriebene Zeit einhalten muss, ist es ein toller Tag. Wie weit und groß das Land ist und wie unterschiedlich die einzelnen Regionen, das sieht man eigentlich nur, wenn man durchfährt. Und nach dem tollen Abend in Shiraz gestern ist auch die Seele im Reinen und kann die Landschaft genießen. Ein kleines Nickerchen zwischendurch muss ja nicht schaden…
Bei Vollmond zur Gebetszeit…
…im heiligen Schrein – das hätte ich nicht erwartet. Da bin ich von anderen Ländern und anderen Moscheen schon anderes gewohnt. Kein Thema, das wir die Moschee besuchen dürfen, ja, auch Fotos dürfen wir machen. Eben nur nicht direkt am Schrein…“Es freut uns sehr, dass Sie uns besuchen…“ Schöner kann ein letzer Abend in Shiraz eigentlich nicht enden!






