Ein tolles Finale in…

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…Montescaglioso. Die ehemalige Benediktinerabtei thront über der sanft geschwungenen Hügellandschaft der Murgia und das ehemalige Stadttor führt ins weite Nichts. Stark ist die Fahrt mit dem E-Bike von Matera nach Montescaglioso, vor allem die letzten 150 Höhenmeter hinauf zur weißen Stadt und zur Abtei. Die Tage haben wieder einmal gezeigt, dass Matera und seine Umgebung einfach nur traumhaft schön sind. Vorrausgesetzt man kommt nicht in den Sommermonaten, schon garnicht in den Ferien. Das Fazit von unseren Traumtagen: Matera bietet einfach eine unvergesslich schöne Altstadt, phantastische Felsenkirchen, eine wahnsinnig schöne Umgebung und definitiv eine absolut traumhaft gute Küche. Ich denke, dass ist jetzt genug des Lobes.  Es ist und bleibt ein absolutes Sahnehäubchen. Wir sind jedenfalls mit unseren Entdeckertouren im nächsten Frühjahr wieder dabei mit „Primavera in Matera“.

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Spätestens wenn…

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…man in Castelmezzano ankommt und auf der Piazza das Panorama genießt, dürfte der Name „Lukanische Dolomiten“ seine Berechtigung haben. Die Anfahrt nach Castelmezzano führt durch grünes, hügeliges Gelände. Kein Mensch vermutet diesen bizarren und imposanten Felsenaufbau, der sich plötzlich eröffnet. Leider war der Volo di Angelo, einer der längsten und spektakulärsten „flying fox“ in Europa schon geschlossen. Mit über 1Km Länge und einer Geschwindigkeit von 120 Km/h eine feine Sache. Castelmezzano ist aber auch ein guter Ausgangspunkt für kleinere Wanderungen in den Lukaniachen Dolomiten. Jetzt im Herbst blühen hier die wilden Alpenveilchen. Und wenn man ein Picknick mitnimmt, kann man sich ja an den herbstlichen Farben orientieren.

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Zurück im Ort sollte man sich zumindest Zeit nehmen für einen Espresso im Restaurant und Hotel Al Becco della Civetta. Schon die Eingangstür in das eher schlichte Restaurant zeigt, dass man hier richtig ist. Rote, runde Aufkleber des Guide Michellin und die Schnecken von Slow-Food, Cucina Italia, Gambero Rosso und… und… und…  Da kann man nicht anders, als sich zum Espresso einfach noch etwas Süßes zu gönnen.

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Wo nun wirklich…

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…der schönste Blick auf Matera ist, kann ich trotz vieler Eigenversuche nicht definitiv sagen. Aber die Aussicht auf die weiße Stadt von den gegenüberliegen Höhlenkirchen im Archeologischen Park ist schon mal ziemlich gut. Vielleicht doch die beste – zumindest bei diesem Licht. Überhaupt steckt Matera voll von kleinen, liebenswerten Überraschungen. Seien es kleine Geschäfte, tolle Blicke oder eben diese bunte Schokolade in Form von Zitrufrüchten. Wo man sie bekommt? Na ja, dann sollte man mal beim Cafe Tripolis auf der großen Piazza vorbeischauen.

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Und auch gestern Abend war es wieder einmal fantastisch. Wir waren im Restaurant Pico, das vorwiegend traditionelle Gerichte auf sehr hohem Niveau bietet. Und gestern wurden wir auf verschiedenste Weise an die Crusci, frittierte, getrocknete Paprika herangeführt. Inzwischen werden sie fast inflatiös für die verschiedensten Gerichte verwendet, wahrscheinlich sogar für Senf und Honig. Bei der Pasta aber glänzen sie, wenn sie in de Hand verrieben und über die Nudeln verstreut werden. Und was bei Pastagerichten in der Basilikata nicht fehlen darf. sind geröstete Semmelbrösel. Sie dienten in früheren Tagen, und da war die Basilikata eine wirklich arme Region Italiens, als Ersatz für Käse. Heute ist so ein Gericht einfach nur fein. Respekt!IMG_5763

 

Soulkitchen ist…

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…ein fantastisches Restaurant in Matera, Basilikta. Manchmal vielleicht etwas ungewöhnlich, was man gerne am Erscheinungsbild der beiden Chefs Mimmo und Pietro feststellen kann. Aber so funky wie die Arbeitskleidung der beiden ist, so konsequent traditionell ist ihre Küche. Einfach gut essen, ohne großen Schnickschnack, sondern sich reduzieren auf die guten Dinge. Etwa bei der Pasta, die Pietro aus vier verschiedenen Grundsoßen kombiniert und dann übereinander aufbaut. Ein klasssicher Tomatensugo mit Steinpilzen und etwas Salsiccia auf einem Kürbisspiegel. Alles kein großes Zauberwerk, aber dann doch in seiner Gesamtheit ein Gedicht. Manchmal darf man sich von bunten Hemden nicht abhalten lassen. Auch die Vorspeisen wie die fein marinierte Porcetta waren ein Gedicht und die fein geriebenen und leicht süsßlichen Tropea-Zwiebeln ein kleines aber feines add-on. So, aber jetzt genug Küchenlatein.

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Wir sind mit einer kleinen, ausgewählten Pressegruppe in Matera, um unsere Reise bei www.entdeckertouren.com mit dem vielversprechenden Reisethema „Primavera in Matera“ etwas bekannter zu machen. Und weil Matera nicht nur aus Restaurants besteht, geht es dann auch morgen früh gleich weiter mit den berühmten Sassi di Matera. Kultur, Genuss, etwas andere Wege, besonders liebevoll ausgesuchte Themen und Regionen, viel Kontakt vor Ort – ich denke schon, dass wir mit unseren Entdeckertouren durchaus etwas ungewöhnlicher sind.
Also:, followtheguide.👌

 

Der Ursprung allen..

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…schönem ist Blau. Zumindest gilt das für Usbekistan und seine wunderbare Vielfalt an blauen Tönen. Vielleicht wie hier nur als kleiner Farbtupfer in einem Innenhof in Chiva oder in üppigster Verschwendung und Vielfalt in einer Moschee. Die Kombination der Erdfarben von hellem Gelb bis dunklem Lehmbraun sind eine ideale Grundlage, um mit den blauen Farben zu spielen. Und wer über so einen gesegneten blauen Himmel verfügt wie Usbekistan, kann leicht auf den Gedanken kommen, das zwischen dem Blau der Erde, dem Grün (die Farbe des Propheten) der Felder, der Weite der erdfarbenen Steppe und dem Blau des Himmels eine tiefer innere Beziehung bestehen mag.

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Natürlich gipfelt all dieses Blau und die Schönheit Usbekistans auf dem Registanplatz, was etwas untertrieben Sandplatz bedeutet, also militärisches Übungsgelände. Wer nach Samarkand kommt, sollte mindestens zwei Mal an diesen schönsten Platz der Welt, so sagen viele, vorbeikommen. Natürlich untertags zur regulären Besichtigung der Koranschulen und Moscheen, und einmal abends, wenn alles festlich beleuchtet ist.

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Am schönsten aber ist es, den Tag langsam am Registan ausklingen zu lassen, auf den Sonnenuntergang zu warten und die blaue Stunde zu genießen. Dann springen die Schweinwerfer an und alles erstrahlt in einem märchenhaften Licht. Und dort, wo untertags der Lärm der Touristengruppen durch den Innenhof schallt, zirpen die die Zikaden und mit jeder Minute werden die Alltagsgeräusche weniger und das Zirpen lauter. Die Läden schließen und das dunkle Blau der Nacht umhüllt das märchenhafte Ensemble.

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Usbekistan im…

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…Herbst. Ein eisig kalter WInd bläst über die Steppe, alles grau in graublau. Nachts sinken jetzt schon die Temperaturen auf weit unter zehn Grad und auch unter Tag tun sich die Temperaturen schwer, über zehn Grad zu klettern. Vor sechs Monaten noch waren wir hier unterwegs bei Temperaturen um die 40 Grad, es war so heiß, dass man nicht barfuss über den Moscheeboden laufen konnte. Aber auch in dieser herbstlich kalten Zeit hat Usbekistan einiges zu bieten. Zwar sind die Besucherzahlen weitaus höher als Ende Mai, aber so manches hat auch seinen Vorteil. So schön farbig wie im Herbst habe ich eine Steppe noch nicht gesehen. Überall blühen in dunklem Lila die Tamarisken und die roten und rosafarbenen Steppenblumen. In den Baumwollfeldern sitzen sie aufegsprungenen Baumwollknospen wie kleine Schneebälle. Und auch das Licht ist ander, kälter, dafür aber auch klarer und schärfer und blauer. Hat auch seinen Reiz, wie man in Chiva sehen kann.

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Beim dritten Besuch innerhalb eines Jahres ist man zwar immer noch platt und fasziniert von der Schönheit der Moscheen und Medressen, von den blauen Kacheln und der überwältigenden Ornamentik. Aber der Blick schärft sich auch für andere Sichtweisen, die man beim ersten Besuch vielleicht so garnicht zur Kenntnis genommen hat. Das legendäre Hotel Uzbekistan mit seiner Monumentalfassade (erinnert übrigens ein bisserl ans alte Schwabylon in München) nimmt den Schwung und die Struktur des über 1000 Jahre alten Samanidenmausoleums in Buchara(übrigens das älteste islamische Mausoleum Zentralasiens) auf und multipliziert es in moderne Sprache. So könnte man es vielleicht formulieren – vielleicht aber ist es einfach nur geschickt fotografierts. Also: Auch der Herbst ist eine super Zeit und ab heute wird es auch wieder wärmer!

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Im weiten „Off“ Estlands…

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…locken drei Gutshöfe mit besonderem Charme. Natürlich kann man hier mit dem Bus hinfahren, dauert aber etwas. Dann also doch eigener Wagen statt öffentlicher Landbus. Im Vihula Manor jedenfalls gibt es den besten Elch Estlands, würde ich sagen. Und auch das Landgut kann sich sehen lassen. Also, wenn ihr mal zufällig hier vorbeikommt oder mit auf unseren www.entdeckertouren.com gehen wollt: hier sind wir absolut richtig!
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Virula Bog ist…

…eine eiszeitliche Schöpfung – eine zu einer Kuppe aufgefüllte Landschaftsmulde, die sich zu einem Moor formte. Superschön. Und da sieht man dann solch wunderbare Impressionen. Nur vom Holzbohlenpfad sollte man nicht abkommen!

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Kleine Stopps am Wegesrand…

…nach langer Fahrt durch die schier endlosen Birkenwälder in diesem wunderbar entspannten Land lohnen immer. Ob nun am Ostseestrand oder in einem der alten Kurbäder.

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Aber wir sind ja hier, um unserer Reise bei www.entdeckertouren.com vorzubereiten und dieser Tour abseits der Trampelpfade auch etwas Würze zu geben. Landhäuser, große Küche, Ostsee sind die eine Sache. Mit Stil und tollem Ambiente locken etwa Pädaste Manor und Padise Manor.
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Aber…

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… es muss auch nicht immer nur große Tellerkunst ein. Foodscouting in Estland bietet Platz für vielseitige Erlebnisse und so lohnt es sich durchaus, in den kleinen, netten Restaurants, Kaffeehäuser und Kneipen einen kurzen Halt einzuplanen. Und genau das sind die netten Begegnungen.

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In Kuressaare schaffte es das Café Retro mit einfacher Küche unter die Top 50 des Landes und in Hapsalu regiert Rut Lumiste im Müürimääre Kohvik  mit einer royalen Napoleontorte.
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Sparkling Cider Rose…

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…und andere äussert feine Apfelgetränke gab’s in der Tori Cider Farm. Immerhin, der output dieses start up beträgt 20.000 Flasche, die alle mit einfachsten Mitteln abgefüllt, verkorkt und etikettiert werden. Mit tänzerischen Bewegungen und viel guter Laune sorgt Veranika dafür, dass die Flaschen rechtzeitg fertig sind. Sogar ein paar Reihen von Weinstöcken haben wir bei Karmu und Veranika auf dem Hofgut gesichtet. Alles aber erst in der Probephase. Im eiskalten Winter werden die Rebstöcke unter Torf vergraben. Davon gibt es in Estland genug. Für so viel Wagemut bleibt nur, den beiden die Daumen zu drücken. Nette Leute hier in Estland!
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