500 Kg Zucker…

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…benötigt die Signora für ihre Kolibris pro Monat, um sie ordentlich am Fliegen zu halten. Es sind fliegende Edelsteine und dank der slow-mo kann man ihren Flug auch genießen. Von den etwa 170 Kolibriarten tummeln sich hier 26. Ohne Voliere, ohne Netz, im freien Flug. Abends kehren sie in die nahen Wälder zurück. Man kann nicht den ganzen Tag im Hochfrequenzmodus unterwegs sein…
(Kolibrifoto @ .F.)

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In Guaduas kann man koloniales Ambiente genießen. Es liegt schon mal 1000 Meter tiefer wie Bogotá, also ist es 10 Grad wärmer. Noch ist alles bestens. Wir suchen ein Restaurant für unsere Mittagsrast – das sieht doch schon mal gar nicht so schlecht aus. Also rein in den Innenhof und…

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Unser Hotel ist heute in Honda am Rio Magdalena, dem einst wichtigsten Binnenhafen im kolonialen Norden Südamerikas. Honda liegt auf 200 Meter, das sind nochmal 16 Grad plus. Jetzt wird’s entspannt tropical…
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Eldorado – der Goldschatz am Ende des…


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…Regenbogens. Eine Legende, die in gewisser Weise auch die Welt veränderte. Da mag es einem schon fast unheimlich vorkommen, wenn man nur wenige hundert Meter vor der legendären Lagune eine Halo sieht. In so einem Fall kann man es dann getrost etwas langsamer angehen lassen, denn der Tag steht unter einem guten Stern. Die Legende vom Muiscafürsten, der mit Goldstaub gepudert zwei Mal im Jahr in die Lagune steigt, hat nicht nur etwas mysthisches, sondern auch verdammt viel Wahrheit. Das kleine Goldfloß im Museo del Oro ist ein stichhaltiger Beweis für diese Tradition der Muisca.

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So ungefähr könnte das damals ausgesehen haben. Aber zu viel soll man ja auch nicht spekulieren und konstruieren. Manchmal ist es einfach besser, man lässt es wirken. An so einem magischen Ort verweilt man gerne, also lassen auch wir uns Zeit, denn mit der Zeit kommen auch die Entdeckungen am Wegesrand. So wie hier diese wunderbare Blüte der Passionsfruchtder der Bromelie…
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Zu guter Letzt muss man ja auch immer wieder einmal etwas essen. In unserem Fall war das mit einem mittleren Ausflug ins Val Carboneira verbunden, ein kleiner Umweg von etwa einer Stunde hin und zurück.
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Die kleine Finca, auf der man uns mit traditioneller Suppe bewirtete, trägt den wunderbaren Namen Buenos Aires – gute Winde. Ein stilles, ruhiges und schönes Tal mit weiten Blicken über die kleinen Gehöfte und eine nette Gastgeberfamilie. Eben Sonntagsausflug, nur auf kolumbianisch. Womit wir wieder beim normalen, richtigen Leben angekommen sind….
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Bogotá – nach einem langen…

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…Flugtag nimmt uns der Stadtmoloch Bogotá doch sehr freundlich auf und heißt uns willkommen. Alle wohl auf nach langem Flug und schlechtem Flugzeugessen. Zwar sind wir noch etwas durcheinander und das Frühstück ist bei sieben Stunden Zeitunterschied am ersten Morgen doch eher ein gefühltes Mittagessen. Aber der Pilgerweg nach Monserrate, die morgendlich beschauliche Ruhe hoch über der Stadt, alles eine gute Einstimmung. Und da wir ja im andinischen Regenwald sind, erfüllt diese Zone auch ihre Pflicht. Also gehen wir ins Museo del Oro und staunen…staunen…staunen…
IMG_7705…denn im alten Glauben der Ureinwohner heißt es, die Menschen hatten es in ihrem Überdruss verlernt, mit den Tieren zu sprechen. Deswegen konnten sie auch nicht mehr mit den Göttern kommunizieren. Was sollen dann wir sagen?

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Ein anderer Blick auf die Dinge und den Alltag – auch deswegen sind wir hier. Der Maler und Bildhauer Fernando Botero hat ihn gefunden. Man kann die Dinge und die Welt auch anders sehen und an ihr eine wahrhaft üppige Freude haben. Einzige Bedingung für sein Museum war: Freier Eintritt für alle! Respekt!!!

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Zu guter letzt kann ich es mir doch nicht verkneifen. Da muss man schon genau hinsehen, um zu erkennen, dass es kein Sonnenstudio ist, sondern ein Devotionalienladen am Montserrat. Aber nicht nur die Lieder im Gottesdienst sind anders als bei uns, auch die Leiden Christi werden anders illustriert. Nun denn, ein kleines Schmunzeln ist es allemal wert…

Estland, die Top Twelve…

…  oder ein kurzer Überblick über acht charmante und genussreiche Tage.
1. Die schönste Bucht – Käsmu mit dem Kapitänsdorf und den großen Findlingen.
IMG_7641 2. Die charmanteste Unterkunft – mit Abstand Nami Namaste auf Muhu

IMG_7680 3. Das frischeste Lunch – noch einmal Nami Namaste, Albert ist einfach top!

IMG_7678 4. Der eindrucksvollste Kunstgenuss – der estnische Maler Konrad Mägi im Kumu

IMG_08215. Das nachhaltigste Naturerlebnis – Viru bog, das schwimmende Hochmoor

IMG_0846 6. Die schrägste action – Axtwerfen mit dem Schmied in Palmse Manor

IMG_0872 7. Der charmanteste Gutshof – Padise Manor mit der verfallene Abtei

IMG_76818. Das überzeugendste Dinner – Ribe in Tallin, großes kulinarisches Kino

IMG_76799. Die schönste Fahrt – die Fähre von Virtsu nach Muhu

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10. Der entlegenste Punkt – der Leuchtturm von Säälve auf der Insel Saarema
IMG_7685 11. Der edelste Schuppen – Pädaste Manor
IMG_768812. Der leuchtendste Moment – the last rose of summer

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Fundstücke oder…

…eben war man noch in München. Bei all den vielen Ortswechseln tut es gut, manchmal auch darüber nachzudenken, wie denn das alles von statten geht. Je länger und je mehr ich unterwegs bin, desto mehr denke ich daran, es doch etwas ruhiger angehen zu lassen. Natürlich gelingt es nicht immer, aber man kann ja daran arbeiten. Und wie sagte der große Leonhard Cohen? „I’m not old, I m slow!“ Also probieren wir es wieder. Und immer wieder. Reisen statt rasen, mal innehalten, mal etwas auslassen, mal etwas ausprobieren – Reisen ist „Sein“, nicht „Haben“.IMG_7398Und so mache ich mich dann wieder auf den Weg. Nach dem langsamen und manchmal sehr anstrengenden Wandern und Pilgern auf dem Olavsweg und dem genussreichen und still verträumten Estland mit den so schön sonnigen Ostseeimpressionen breche ich auf zu einem zweiten Frühling. Immerhin ist auf der Südhalbkugel in Kolumbien gerade mal März. Ab einem gewissen Alter tut ein zweiter Frühling sowieso gut. Sagt man…
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Fliegen oder zu Fuß, Raum und Zeit, langsam oder schnell – bei sich zu bleiben, ist ein beim Reisen ein großes Thema. Denn nur zu schnell wird man von den Eindrücken „erschlagen“, was man ja eigentlich gar nicht will. Sich immer wieder einmal auch Zeit für sich zu nehmen, schadet also keineswegs. In der Gruppe, so wie ich oft mit Freunden und Gästen unterwegs bin, oder eben alleine auf Recherche und Erkundung. Ich hatte dieses Jahr mehrere Gespräche mit meinen Kollegen/Kolleginen und alle meinten, beim Reisen ist man viel allein. Auch als Tourguide. Die Frage, ob alleine oder in der Gruppe – das ist situations-, bzw. programm- und reiselandbedingt. Thilo Mischke hat sich in der „Zeit“ zum Thema Alleinereisen geäußert. Auch wenn bei mir definitiv der Kongo nicht auf dem Programm steht und die wilden Zeiten der kugelsicheren Weste seit dem Jemen ebenso deutlich vorbei ist – so manche Erfahrung kann ich dann doch teilen. Alleinereisen – Zeit online

 

Der Riese Kalevipoeg…

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…gehört zu den vielen Sagengestalten in Estland. Da der Teufel hinter im her war, hat er einfach ein paar Tausend Findlinge nach dem Teufelskerl geworfen. Dunkle Wälder, dunkle Geschichten. Das ist zumindest die eine Erklärung für das größte Findlingsfeld in Estland. Hunderte großer Findlinge transportierte vor etwa 12000 Jahren das Gletschereis hierher an die Küste im Lahemaa-Nationalpark. Das ist die andere und wahrscheinlichere Erklärung.
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Die Saison ist vorbei, der Sommer klingt aus, das Kapitäns- und gleichzeitig als Witwendorf bekannte Käsmu bereitet sich für den Winterschlaf vor. Es ist ein ruhiges und beschauliches Reisen dieser Tage. Vor allem hier im Nationalpark, wo auch ein Spaziergang über die Hochmoore, wie etwa Viru Bog mit seinem schwarz-bläulichen Moorwasser nicht fehlen darf.
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Und da der Tag ja irgendwie gut ausklingen soll, gibt es heute Tartar vom Elch – wie fein ist das denn…
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Changing luggage…

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…in Herrsching, Bayern, und viereinhalb Stunden Schlaf. Ich tausche den Osprey-Rucksack von Traudi (1000 tak) gegen meinen Northface-Kofferchen, Trekking gegen Gourmet, Land gegen Stadt und bin trotzdem hundemüde. Trondheim-Oslo-München-S-Baaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahn…

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Dafür warten abends Pelmeni mit Garnelen und Hirschmedallions mit Selleriemus und Dessertwein von schwarzen Johannisbeeren im feinen Restaurant Tschaikowsky in Tallinn…Auch die nächsten Tage werden anstrengend, nur eben ganz anders. Gut, dass der Heilige Olav weiterhin meine Weg begleitet – ich wohne im Hotel St. Olav.
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Secrets of Trondheim…

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..die Geheimnisse von Trondheim an einem langen Vormittag. Irgendwie ist Trondheim wie München am Fjord. Ein bisserl Stadt, aber auch ganz viel Dorf. Immerhin habe ich heute eine Person fünfmal an verschiedensten Orten in der Stadt gesehen. Am Dom, beim Juwelier, in der Fussgängerzone, am Hotel und im Flughafen…
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…aber jetzt zu den spannenden Dingen. Ein toller langer Vormittag mit einem Wahnsinnswetter. Wir fliegen zurück von Norden gen Süden in die Kälte und in den Regen. Muss man sich mal geben!
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Der Nidarosdom, die Brücke, das Bakkalandet-Viertel, der Hafen – alles erste Sahne.
IMG_7608Was wirklich auch ziemlich stark ist, sind die Free Fridge, die offenen Kühlschränke an der Strasse,min die man übriges Essen legen und sich auch bedienen kann. Foodsharing statt Wegschmeißen.
Überhaupt hat mich Trondheim wieder mit dem Essen versöhnt. Es gibt sie doch, die gute Küche des Nordens, wie hier etwa im Restaurant Canasta bei Lachs, gegart bei 32 Grad mit Muschelschaum. Es ist doch nicht alles Plastik!

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Und dann ist natürlich noch „angry Bob“, der Dylan, den in den Sechziger Jahren die Steinmetze als Erzengel Michael aus Protest gegen den Vietnamkrieg dem Dom aufs Dach gestellt haben. Man hatte bei der Restauration einfach dem Erzengel das Antlitz Bob Dylan gegeben, der damals noch Protestsänger war und noch nicht die „Never Ending Tour“ zelebriert hat. Heute wäre es doch der Ehre zu viel für Bob. Überhaupt schade, dass es heute schon wieder zurück geht. Sonst wäre ich heute Abend noch auf einen Sprung über die Brücke in die Kneipe gegangen und hätte dort beim Karaoke „Blowing in the wind“ geträllert…

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Goodbye Norway und takk, takk, takk!