Ein bewegender Moment…

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…im Krishnatempel von Chennai. Unser Rikshafahrer trifft zufällig seinen Großvater, der inzwischen schon seit vielen Jahren die Familie verlassen hat und entsprechend der indischen Vorstellung des Lebens dem alltäglichen Wahnsinn abgeschworen hat und als Asket durch die Lande zieht. Erst dachte ich, das war wieder einmal so eine Tourinummer, bei der man schnell mal eine sentimentale Show abzieht. Aber dann wurde ich doch eines Besseren belehrt und war beeindruckt, mit welcher Selbstverständlichkeit der Rikshawfahrer seinem wohl hundert Jahre alten Großvater die Hand schüttelt. Und man hat den beiden angemerkt, es ist echt. Keine Show, kein Theater, sondern ganz banale Fragen wie „Geht es dir gut?“ Der alte Mann, würdevoll und mit Stolz, abgemagert, aber in sich ruhend, lässt allen Zweifel schwinden. In diesem Alter und mit diesem Leben hat man es nicht mehr nötig, sich vereinnahmen zu lassen und für ein paar Rupien für einen Enkel Theater zu spielen. Und dann war es doch einfach sehr berührend. Nicht nur beim Händeschütteln der beiden so gegensätzlichen Familienmitglieder…

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Szenenwechsel – die selbe Stadt, die selbe Religion…

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Eine Überraschung der ganz anderen Art war der Besuch des Goverment Museums mit einer einzigartigen Sammlung indischer Bronzestatuen. Natürlich steht Shiva in allen Variationen im Fokus und ganz besonders als kosmischer Tänzer. Aber dann ganz am Ende steht diese wundervoll gearbeitete Statue aus dem 11. Jh. von Shiva und seiner Gemahlin Parvati in harmonischer Einheit in einer Person – mit einem Busen, drei Armen, einem männlichen und einem weiblichen Bein, den für Götter notwendigen Attributen und einem unglaublich galanten Hüftschwung.

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Die ganze bunte Vielfalt…

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… Südindiens zeigt sich schon am ersten Tag. Eigentlich ist es dank Zeitverschiebung zu früh, um sich am wichtigsten staatlichen Feiertag (26.1. Republic Day) nach draußen zu begeben. Noch sind die Glieder schwer, der Kopf vernebelt und die Augen nehmen nur einen milchigen Schein wahr. Aber Indien ist großes Kino und mit solch einem „vernebelten“ Blick geht es also nach draußen. Rein in die bunte und vielfältige Welt der krassen Gegensätze. Hier der für uns viellicht etwas kitschig wirkende Tempel für Shiva und Parvati, das himmlische Götterpaar. Doch wenige Schritte entfernt, das alte, kleine Haus mit der beschütztenden Gottheit Ganesh, Shiva’s und Parvati’s ältestem Sohn, am Gartentürl. Indien ist das Land der Vielfalt und der Gegensätze, die schon so weit auseinanderliegen, dass sie sich in der Unendlichkeit wieder treffen. So gegensätzlich Indien scheinen mag – es ist eine kompakte Einheit.

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Da würden unsere Politiker staunen ob der mythischen Urkraft, die Indiens Politikern innewohnt. Das Grab des ehemaligen Premierministers von Tamil Nadu, schmuck am Marina Boulevard am Strand gelegen, ist heute ein Pilgeort für die ganze Familie. In langen Schlangen warten die, tja was soll man nun sagen, die „Gläubigen“?, um drei Mal ihr Ohr an den Marmoraufbau zu legen und andächtig zu lauschen. Ob denn nun der gute Mann selbst im Tod noch tröstende Worte finden mag? Ich hab‘ leider nichts gehört, war aber beeindruckt ob des einfachen und direkten Vertrauens in solch einen fadenscheinigen Berufsstand.

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Und falls jemand meint, der Strand in Rimini oder am Wesslinger See sei überfüllt und übervölkert, der mag gerne am Marina Beach sein Weltbild zum Thema Traumstrand wieder zurechtrücken. Das Schwimmen in freien Gewässern ist in Indien nicht unbedingt als Lieblingssport bekannt, fast keiner der gut halben Million Strandgäste am heutigen Feiertag kann schwimmen, nur eine Handvoll mutigster und verwegenster Recken wagen sich bis zur Hüfte ins Wasser, um dann eher unterzutauchen, wie es die Religion verlangt. Also Fakt: Geschwommen ist keiner. Aber ein rießen Spaß war es trotzdem für alle und der Blick aufs Meer ist ja auch schon was. Der kurze Pferderitt im Schritttempo am Strand ist für die meisten ein schon zu teueres Vergnügen. Es sind zwar wirklich nur Pfennige, bzw. Cents, aber auch das ist Wirklichkeit. Die soziale Schere klafft.

 

 

 

Eine Himalaya Jeep Safari…

Nepal entdeckenbietet wirklich unvergessliche Bergerlebnisse. Vor allem Nepal und der nepalische Himalaya sind mit Abstand eines der schönsten und vielseitigsten Bergregionen. Die höchsten Berge der Welt, tropisch sattes Grün, prachtvolle Tempel und eine bunte Vielfalt der Religionen. Dazu kleine, der Zeit entrückte Dörfer, herzliche Begegnungen mti den Menschen vor Ort, stilvolle, wunderschön gelegene Lodges und eine ausgezeichnete Küche. Mit dem neuen und genussorientierten Konzept Himalaya Safari der Entdeckertouren verbinden wir atemraubende Himalayaerlebnisse mit den komfortablen Annehmlichkeiten einer modernen Jeepsafari. Die Tage in Hatibaan hoch über dem Kathmandutal wären dabei schon eine Reise wert. Kulturell kompetent und genussorientiert das Land am Fusse des Himalaya erkunden. Klingt gut! Nepal mit den Entdeckertouren und Joachim Chwaszcza ist definitiv ein besonderes Erlebnis. Und wer trotzdem einmal ein paar Schritte zu Fuß unterwegs sein möchte: Gerne. Es ist eine wirklich rundum perfekte Nepalreise. Mit den Himalaya Jeep Safari haben die Entdeckertouren eine neues Reisekonzept, es wendet sich vor allem an Nichtwanderer und Kulturinteressierte. Also an alle, die gerne Nepal, Bhutan oder den indischen Himalaya mit seinen wunderschönen und uralten tibetisch-buddhistischen Klöstern entdecken, nicht aber stundenlang in der Bergwelt wandern und steigen wollen. Mit einer Jahrzehnte langen Himalaya-Erfahrung ist es gelungen, ein intensives und erlebnisreiches Nepalprogramm mit ungewöhnlichem Komfort und kenntnisreichen Führungen zu kombinieren. Ohne Trekking und tagelanges Steigen. Natürlich bietet sich für alle, die gern auch einmal ein paar Schritte laufen, immer wiedereinmal die Möglichkeit, sich die Beine zu vertreten. Ankommen in Nepal ist wie Heimkommen – vor allem mit der neuen Himalaya Jeep Safari.

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Nepaltage bietet der Bericht im Stadtmagazin Leut´und Leben“ aus München. Einfach klicken uns lesen.Nepal_Safari_klein

Nepal Safari Entdeckertour

2018 – die „Big Five“ der…

…Entdeckertouren. No 1 ist Usbekistan. Immer ein tolles Land, eine faszinierende Destination. Vor allem beim Frühlingsfest Nawrus und den berühmten Reiterspiele der Seidenstrasse, Buzkashi. Feiern und Reisen mit Freunden entlang der Seidenstrasse. Wir sind dabei! Lust bekommen? www.entdeckertouren.com
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Vielleicht die schönste Wanderreise der letzten Jahre – zugegeben nicht zu anstrengend, dafür aber mit fantastischen Atlantikblicken. Und am Anfang ein paar Tage in Lissabon – perfekt!

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Albanien mon amour – eine so charmante und liebenswerte Runde durch Albaniens Süden findet man wohl selten. Für mich ein absoluter Höhepunkt mit vielen entspannten Etlebnissen.

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Nicht umsonst heißen wir „Entdeckertouren“. Estlands Küche ist phänomenal gut, die Restaurants und Hotels immer etwas ganz Besonderes und wie könnte man ein Land besser entdecken, als kulinarisch. Also etwas außergewöhnlich Besonderes. Natürlich mit Kultur, Natur und viel Ostsee…

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…und dann natürlich unser highlight Kolumbien. Von Bogota in die Karibik – mit Kaffedreieck und Nationalparks. Vamos muchachos !

Georgia on my mind…

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…egal ob nun in der bei uns üblichen Methode mit Barique oder eben in der traditionell georgischen Methode in großen, im Boden vergrabenen Tonamphoren – das Endprodukt ist absolute Spitzenklasse!

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Das große Thema…

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…Kirchen, frühchristliche oder orthodoxe, kann man entspannt angehen.  Im Inneren sind diese dann doch meist eher schmucklos und dunkel. Es gibt zwar Ausnahmen, aber die sind doch eher selten. Aber neben der uralten Geschichte und der besondern Architektur ist es vor allem immer wieder die Lage der Kirchen und Klöster, denn die ist meistens ganz besonders.

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Panta rei…

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…alles fliesst. Brunnen in Tibilisi. Und manchmal glaubt man sich nicht am Rande des Kaukasus, sondern irgendwo in Italien. Also ist alles wieder einmal ganz anders und voller erfreulicher Überraschungen…

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From here…

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…to there oder von Armenien nach Georgien. Grenzübergänge in unbekannten Ländern sind immer spannend, vor allem nachts. Deswegen herrschte auf der Fahrt zur Grenze wohl auch Stille. Aber es war auch ein bisserl Wehmut mit dabei, denn auch wenn die Tage in Armenien sehr kurz waren, waren es doch sehr intensive und vor allem herzliche und so freundliche Begegnungen. Das ist vielleicht das schönste Erlebnis, das man aus Armenien mitnehmen kann, die ruhige und entspannte Art, Herzlichkeit als Selbstverständlichkeit zu zeigen. Also über die Grenze, von hier nach da, nach Georgien. Es sind ab dem Grenzübergang noch etwas mehr als eine Stunde, bis man nach Tibilisi kommt und die Überraschung ist perfekt. Nichts mit düster und dunkel, ganz im Gegenteil. Und als erstes geht es zum Dinner mit Musik und Tanz, geht also schon mal ganz gut los. Und was dann kommt, ist in Tibilisi pures Augenwischen, so wie Brückenputzer an der modernen Fussgängerbrücke…

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