40 Tage…

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..heißt nicht 40 Tage Urlaub. 40 Tage lagen die Schiffe in schlimmen Zeiten vor den Häfen von Venedig oder Genua, bevor Besatzung und Passagiere von Bord gehen konnten und die Fracht gelöscht wurde. Quaranta bedeutet auf Italienisch 40 und ist der Ursprung unseres Wortes Quarantäne. Das waren keine entspannten Tage, an denen romantisch gekleidete Seefahrer in gestreiften Hosen und Augenklappe sich ein paar schöne Tage machten, Rum oder Grappa tranken, und sich am Sonnendeck räkelten. Allein wer einmal ein Genuatief erlebt hat, kann sich vorstellen, es war die Hölle. Ich gehe mal davon aus, dass wir alle heute in unserer momentanen Situation froh wären, wenn es bei vierzig Tagen bleiben würde. Dass wir alle zuhause bleiben werden, wird nicht bedeuten, dass wir die Liegestühle aufstellen. Im Gegenteil, wir werden in vielen Punkten umdenken und uns umstellen müssen. Die Komfortzone werden wir auch zuhause verlassen und wohl jeder für sich einen eigenen Weg finden müssen. Ein eigener Weg heißt aber nicht „me first“, im Gegenteil. Nur wenn wir wirklich in „wir“ denken und nicht nur in „ich“, wird es die notwendige kollektive Lösung geben. Und wenn es nur ein bewusster  Einkauf ist. Die Welt und unsere Lebensbedingungen haben sich in nur wenigen Tagen drastisch verändert. Unsere Anpassung hinkt hier noch etwas hinterher. In der orthodoxen Glaubenswelt führen die Engel die verstorbene Seele noch einmal zu all ihre wichtigen früheren Stationen im Leben. Im Guten wie im Schlechten. Da kann ganz schön was zusammenkommen. Man kann ja schon mal anfangen, darüber nachzudenken in den nächsten 40 Tagen. Schadet nix…
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