Das alte Sardinien…

… ist eine sehr mystische und unbekannte Geschichte. Denn was wir über die Nuragher wissen, reicht über rund 7000 megalithische Steinhaufen kaum hinaus. Immerhin wäre Sardinien ein spannendes und vielschichtiges Betätigungsfeld für Archäologen, wenn, ja wenn, das Geld dafür da wäre. Und da römische Geschichte und das Mittelalter auf dem Festland näher an Rom liegen als die alten Nuragher auf der vergessenen Insel, sind die Mittel eben begrenzt. Vielleicht aber ist es auch gut so, denn dann behält die Insel ihren Charme und verwandelt sich nicht in ein megalithisches Disneyland, in dem der absolute Kitsch und Kommerz sich die Hand geben. Noch ist es eine traumhaft schöne Insel, deswegen ein Bild zur „Geschichte“ und eins um nochmal zu zeigen, wie Sardinien ist, ländlich und mit viel Genuss…imageimage

 

 

 

Besondere Begegnungen verdienen…

…auch immer eine etwas besondere Aufmerksamkeit und diese soll hier den drei Damen gezollt werden. Die Großmutter, die noch im hohen Alter so jugendlich und herzlich sich um die Gäste kümmert und die beiden Damen, die ihr bei Seite stehen. Heute Abend verspricht ein Kochkurs mit sardischer Pasta Einblicke in eine rustikale, aber sehr wohlschmeckende Kochkunst…

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Mehr Meer und mehr Strand ist fast…

Seaandsardinia…nicht ertragbar. Immerhin, wir haben den 17. Oktober und es hat noch 29 Grad und auch das Strandleben ist noch nicht abgeschlossen. Das Wasser hat sicher noch 23 Grad, der Strand ist leer und !!! die Strandbar hat noch offen!!! Also doch eine super Zeit um Sardinien und das Meer zu genießen. Abends trifft man sich „a la spiaggia“ auf ein Feierabendbier – passt. Also hab ich nachmittags eine Panoramafahrt von Cagliari gen Westen auf der Küstenstraße unternommen bis nach Calasetta, das Ende der Insel. Und dort blickt man auf eine andere Insel und es hat mich heute schon sehr gewurmt, dass die Zeit so knapp ist. Denn eine Insel vor einer Insel verspricht Ruhe und Muße. Unterwegs hab ich dann noch in einem kleinen nest angehalten, um in einer Trattoria etwas zu essen. Sardische Nudeln mit Entenragout und einem Augustiner Bier! Der Hammer, der Koch war bei Witzigmann und im Bayrischen Hof und im Katzelmacher und… und… bei allen guten Italienern in München an der Pfanne. Aber zurück zur Insel! Da ich schon zweimal auf S. Pietro war, kann ich das bestätigen. Da gehen die Uhren ganz ganz anders. Überhaupt wird mir so langsam bewusst, dass die Reisen nach Sardinien, die ich all die jahre unternommen habe, doch allesamt etwas besonderes waren. Und wer einmal etwas über Sardinien lesen will, den kleinen Kontinent, D.H. Lawrence was here und hat das Büchlein „Sea and Sardinia“ geschrieben. Passt irgendwie für den heutigen Tag.

Vielleicht ist es die beste Kneipe…

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…der Welt und wahrscheinlich kennt jeder so einen Ort, von dem er meint, hier ist es am schönsten, besten, hier fühlt man sich wohl und hier passt alles. Nachdem ich ja doch etwas in der Welt rumgekommen bin gibt es solche Orte viele. Und trotzdem, das La Lillicu in der Via Sardegna kenne ich jetzt schon seit knapp 30 Jahren. Inzwischen ist der alte Koch weg und der alte Kellner ebenfalls und ich komme um Jahrzehnte gereift wieder hierher, setze mich an den Tisch und bin einfach weg. Bella Sardegna – ein grandioser Auftakt ganz ohne Schickimicki, so wie Sardinien einfach ist: ehrlich!

Das alte Sardinien…

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… der Berge und der Hirten – na ja, ganz so alt sind meine Sardinienbücher wie dieses Autorenfoto dann doch noch nicht, aber immerhin sind es schon wieder ein paar Jahre her, seitdem ich in Cagliari und im La Lillicu war, geschweige denn in den Bergen. Deswegen freue ich mich umso mehr, wenn es morgen auf diesen kleinen, so vielseitigen Kontinent geht, um ein paar Tage lang die Gegend unsicher zu machen. Also darf man gespannt sein, was es zu erzählen gibt. Wie sagt ein altes sardisches Sprichwort: „Wer übers Meer kommt, will uns bestehlen!“ Das galt für Räuber, Römer und Piraten – nicht für mich!

Im Herbst…

Breitenstein

… schwinden die Nebel nur zäh und nehmen sich das Vorrecht, uns immer wieder die Tage und die Sicht nehmen zu wollen. Deswegen lohnt es sich, auch einmal dem Nebel zu trotzen und trotz- und alledem einfach loszulaufen, denn oben, ja oben, sieht es manchmal ganz anders aus. Und dann zeigt sich der Herbst von seiner schönsten Seite und belohnt uns für die nebulösen Mühen. Und wenn´s nicht klappt? Dann wär´s einfach ein lohnender Spaziergang, der zur körperlichen und seelischen Harmonie beiträgt. Und das alleine wäre doch genug. Deswegen rauf und über den Breitenstein und auf der Wuhrsteinalm noch eine kleine Brotzeit aus dem Kühlschrank…

Rovereto – normalerweise…

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… kennt man diese Stadt nur als Autobahnausfahrt auf dem Weg gen Süden oder zurück. Rovereto Nord, Rovereto Süd und dann endlich beginnt Italien. Genau, Rovereto ist die Stadt links mit dem großen Felssturz. Und für mich ist sie inzwischen ein kleines liebgewordenes Phänomen. Denn Rovereto ist kleiner und überschaubarer als Bozen, Trento oder gar Verona, dafür aber umso gemütlicher. Denn Rovereto ist auch ein ganz nettes und schönes, charmantes und angenehmes Städtchen im Trentino. Eine wunderbare kleine Altstadt mit venezianischen Häusern, ein paar schöne Bars zum Sitzen und Verweilen, gute Restaurants und ein wirklich tolles Museum – das MART. Der kleine Spiegeltrick im Bild sei verziehen. Es lohnt sich! Hier findet man eine spannende Szene italienischer Moderne. Und das hat doch schon mal was. Grund genug eigentlich, einmal von der Autobahn abzubiegen. Das es noch mit Bontadi eine einmalig gute Kafferösterei gibt und Mozart sein erstes Konzert auf italienischen Boden hier gab, macht es doch noch interessanter – oder?

Wenn Buben eine Kapelle…

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…bauen, dann könnte man vielleicht glauben, sie hätten so einiges auf dem Kerbholz und vielleicht wollen sie so ja Abbitte leisten für all die „Schandtaten“, die sie ihren Eltern im Laufe der Jahre „angetan“ haben. Wäre möglich, ist aber nicht so. Vielmehr ist es dann doch eher aus Freude und Freundschaft, ohne Eigennutz und eben weil sie sich alle schon so lange kennen. Und vielleicht auch, weil die Gelegenheit günstig ist und eine Kapelle das am leichtesten zu realisierende Gebäude ist, das man so bauen kann. Egal. Sie haben es getan und alle haben mitgeholfen und am Schluss nach einer doch längeren Bauphase wurde dieses Gemeinschaftswerk mit einem großen Fest eingeweiht. Für die Eltern ist es ein schönes Zeichen, dass sie doch einiges richtig gemacht haben. Und so strahlen diese am Abend der Einweihung noch stärker als das lodernde Lagerfeuer. Eine schöne Aktion, die Dank und Aufmerksamkeit verdient. Dank an die Eltern, die den Grund zur Verfügung gestellt haben, an die Nachbarn und Unterstützer in Material und Tat, an die Baububen und Baumädchen und an alle, die von Anfang an irgendwie dabei waren. Und dieser Anfang liegt schon mehr als 25 Jahre zurück, denn so alt sind die Buben/Mädchen inzwischen. Und wer weiß, vielleicht weist ja in ein paar Jahren einmal ein Architekturführer auf dieses Erstlingswerk im Landkreis Wasserburg hin…

Vom Wandel der Dinge…

… oder eben einfach Geschichte. Dort wo einst das Urmeer tobte und für uns unvorstellbare Geschöpfe lebten und ebenso plötzlich verschwanden, wuchsen Korallenbänke und Sedimentriffe. Das Meer war plötzlich weg und übrig blieben Berge, die Dolomiten. Aus bestem Gestein schufen die meerverliebten Griechen ihre Säulen und sie hatten noch die stolze Kühnheit der Höhe. Wir, auf der Höhe der Menschheitsentwicklung schaffen Quader und Blöcke aus Beton. Die halten gerade einmal zehn Jahre. So ist das mit der Erinnerung. in einer Urzeit gibt es eine Urerinnerung, in einer schnellen Zeit zerbröselnde Quader. Wie fest sind da doch die Berge und wie gewagt die Säulen und wie bescheiden traurig die Quader. Aber genau das sollen sie ja sein -sagt man…
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So schmecken die Berge oder…

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…unterwegs auf Hüttentour. Jede für sich ein kleines Juwel. Lage, Bewirtung, die Hüttenpächter. Bei soviel Herzlichkeit und Gastfreundschaft kann man auch einmal einen Tag mit schlechtem Wetter vergessen. Wie es uns auf der Fonda Savio Hütte oberhalb des Misurinasee bei den Drei Zinnen gefallen hat? Kein Thema. Und Summit-Club-Bergführer Walter Obergoiser hat´s nochmal zusammengefasst.
Also klicken und O-Ton Walter genießen!

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