Passt also alles und auch das Wandern…

…kann sich sehen lassen. Es sind zwar nicht die ganz ausgesetzten Trails, aber immerhin durchaus anstrengende udn anspruchsvolle Wanderungen die wir unternehmen. Addiert man die Hitze dazu, dürfte jeder Outdoorfreak auf seine Kosten kommen. Was einem aber beim Wandern immer wieder durch den Kopf geht – es ist heiliges Land, durch das man streift. Wie weit weg sind wir vom Verständnis und von der Intensität, mit der die Aboriginals hier unterwegs ware. Und wie traurig ist das Bild, das man in der Stadt erlebt. Da bleibt man manchmal einfach nur an der Klippe stehen und staunt und grübelt…

Red Country…

…stimmt, vor allem morgens und abends glüht es im Outback. Die weißen Eukalyptusbäume haben sich kontrastreich dazwischen plaziert. Also alles pretty fine and great und auch die Hitze ist zu meistern, denn solange man was auf dem Kopf hat, hat man auch eine gute Chance, was im Kopf zu behalten.

Hi Josh, Guten Tag Jordie…

… wie geht es dir, ich heiße Jordie and how to drink a Stein in three sipps. Thanks a lot we had a great time and you showed me a lot of your outback. Specially the wild animals – I don´t want to talk about it, ok? – I guess this is Wallaby-free Country where we have been. Anyhow, nothing to complain and at least we saw this eagle…
On the other side I liked your unorthodox cooking like the chicken-banana-pizza. I guess no italian would eat this stuff, but it was quiet funny. So you did an great job – not only with the pizza…

So kann ein Tag im Outback…

…gerne beginnen. Eine Fahrt gegen den Sonnenaufgang, roter Staub, ein lässiges „Hey man, great“ und dann ab in den Busch. Die Gamaschen gegen das stachelige Spinifex-Gras hochgezogen und dann kanns losgehen. Drei, vier Liter Wasser sind einfach das Minimum und wen es am ersten Tag mit der hitze beutelt – es wird besser. Aber wirklich gut wird es auch nicht. Also unbedingt die 50er Creme nutzen und verschiedene Kopfbedeckungsmodelle mitnehmen. Aber dann packt es einen. Der erste Tag ist Schweiss und Hitze, der zweite Tag ist Staunen und ein offener Mund, der dritte Tag ist schon Sehnsucht und die Angst, dass es schon bald wieder vorbei ist mit dem Outback. Einfach, simple life, abends ein BBQ und ein, zwei Bier. Starke Sache udn so kann der Tag dann langsam ausklingen..

Major Tom und trees of green…

… ok – bevor es ins Outback geht, nochmal einen Abstecher ins Viertel The Rocks. In der Bar „Fortune of war“, dem ältesten Pub von Sydney (1828) spielt der jüngere Bruder von Neil Daimond – zumindest sieht es so aus – im Pup ein Wunschkonzert zur Gitarre. „Can you hear me Major Tom, the sound is dead, there´s something wrong…“ und ältere Herren singen mit und schwingen die biermatten Arme. Glückseeligkeit mit einer Gitarre. Und als Abschluss nach Major Tom wirds wieder zuversichtlicher…I see trees of green, red roses too… David Bowie und Louis Armstrong (der Astronaut hieß übrigens Neil Armstrong 🙂 ) auf einer Bühne. Passt und macht Freude. Deshalb zum Abschluss nochmal zur beleuchteten Brücke und bye bye Sydney…

Von der Leuchtreklame…

…zum Lagerfeuer. Nach dem heutigen Messetag in Sydney geht´s jetz raus ins Outback. Dutzende Gespräche über Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstein. Natürlich, für uns ist erst einmal bei einem Flug nach Australien unsere gesamte CO2-Bilanz auf mehrere Generationen hin verbraucht. Aber das ist nur eine Seite der Medaillie und die Kompensation der letzte Schritt in einem längeren Verständnis von Nachhaltigkeit. Die Lösung „nicht mehr zu Reisen und nur in der Nähe zu verweilen“ ist ein zu kurz gefasster Gedanke und erinnert an die hochbewegte Zeit des langweiligen Biedermeier. Ich, mir, meiner, mich – das ist dann doch ein bißchen zu wenig. Und ehrlich gesagt denke ich, dass uns bei diesem Thema andere Länder etwas vorraus haben. Aber wir sagen auch, das Glas ist halb leer. Hier ist es halbvoll. Und auf die Frage, wie man geschlafen hat, sagt man einfach „great“ – muss ja nicht jeder gleich wissen, wie oft man den Vollmond angeblinzelt hat. Und bei us, was würde man von sich geben? Die Klimaanlage war …, das Bett war…, die Decke war… und überhaupt, doch, doch, ging schon, eigentlich wars ok. Ja so sind wir eben, ein bisserl open mind täte uns ganz gut. Für mich, mit mir und wegen mir. Deswegen hab ich jetz auch Zeit zum Nachdenken am Lagerfeuer…

Schade, heute wird es…

… wohl für eine Bootsfahrt mit Panoramablick nicht reichen. Aber so ein Spaziergang an der Oper hätte schon etwas für sich? Mal abwarten, denn die Australier verstehen es schon ganz gut, den Tag zu genießen und vielleicht ergibt sich ja eine Möglichkeit, mal auszubrechen. Bin mal gespannt, denn für derartig  positive Veränderungen im Tagesplan ist man hier offener als bei uns. Mal sehen, was der Tag so bringt.

Irgendwie machen wir…

…vielleicht doch etwas falsch. Wir stehen früh auf, früher als alle andren, arbeiten viel mehr als Griechen, Portugiesen und Spanier zusammen (behaupten zumindest manche von uns) und sind eben sparsam und fleissig. Der erste Eindruck von Australien: „Dir wird es dort nicht so gefallen. Ja, ja, die Natur, aber…“ Die Vorhersagen scheinen momentan nicht einzutreffen, eher das Gegenteil. Die ersten Begegnungen hinterlassen mich etwas verblüfft, denn hier in Sydney kommt mir der gedanke, dass wir zu Hause vielleicht etwas falsch machen. Wir grübeln und granteln, stehen zu früh auf, haben zu wenig Sonne und jammern den ganzen Tag über Preise und Wirtschaft und Kosten. Denke ich mir hier, wo alles viel teurer ist, da müssen ja die Löhne supertoll sein und ebenfalls auf dem doppelten oder mehr Niveau sein. Wer´s glaubt. Immerhin, dieses kleine Glaserl australischer Chardonnay kostet (nicht nur an der Oper) schlappe 9 $. Und da sitzen die Leute und trinken ihn unverzagt und mit viel gelächter Flaschenweise. Wahrscheinlich ist es doch eine Mentalitätsfrage und die ist, behaupten wir Nebelzonenlebewesen zumindest, abhängig von der Sonne. Deshalb und weil bei uns die Sonne nicht so knallt tun wir uns zu Hause wohl besonders schwer damit, unbefangen und froh in den Alltag zu gehen. Nach einem ersten Tag Sydney, an dem alle mehr als höfflich und freundlich waren, zumindest mir gegenüber, meinte eine Verkäuferin:“…the germans are so friendly“. Keine Ahnung, wen dieses junge Mädchen bei uns im fröhlichen Bayern in Deutschland getroffen hat…