„Während der Schnee…

Schnee
…lange und ruhig fiel, wie er das auch in Träumen tut, erlebte der Reisende am Fenster eine Läuterung; ihn erfüllte ein Gefühl der Reinheit und Unschuld, nach dem er seit Jahren leidenschaftlich gesucht hatte. Dabei glaubte er aufrichtig, dass er sich in dieser Welt zu Hause fühlen könnte. Etwas später tat er etwas, was er schon lange nicht mehr getan hatte…“ Orhan Pamuk „Schnee“
Wenn´s schon nicht schneit und wir doch so sehr die Stille des Schnees vermissen, könnte man ja das Buch „Schnee“ lesen. Du süße, einlullende, alles einstäubende und überdeckende Versuchung des Fundamentalismus, die du alles wie dicker flockigerSchnee einhüllst und fast jedes Leben versteckst. Und während man so liest, wie sich alles in weiß einlullt, könnte man die Gedanken zu den Kopftuchmädchen und in die Türkei fliegen lassen und sich überlegen, ob …