Die Panamericana fordert ihren…

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…Tribut in Form eines dreistündigen nervigen Umwegs wegen eines Radrennenens und ihren blutroten Zoll in Form einer Tobascoexplosion. Da drück ich doch glatt zu fest auf die verstopfte Tpbascoflasche und schwupps sind acht, neun Opfer mit blutroten Flecken am T-Shirt zu beklagen. Ok, kann man waschen…hoffe ich…

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Nach einem langen, sehr langen Fahrtag, kommen wir dann doch noch im charmanten Popayan an und der Vulcano begrüßt uns mit seinem wunderbaren Profil. Andenpanorama pur…
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Und der abendliche Stadtbummel mit Luna ist ebenfalls stimmungsvoll…
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Vögel und Schmetterlinge…

IMG_7807…oder ein fantastischer Wandertag im andinischen Regenwald und im Tal der himmelstürmenden Wachspalmen. Natur pur…
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Wie man sehen kann, werden wir überall herzlichst begrüßt. Nicht nur von den Schmetterlingen. Und inzwischen ist es immerhin der sechste Tag ohne Regen. Perfekt, denn sonst wäre unsere Wanderung mehr eine Schlammpartie als ein Bergnügen geworden. So aber wars wieder einmal sehr sehr fein in Kolumbien…
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Für eine Handvoll Kaffe oder…

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…viel mehr kann man an einem Tag nicht erleben. Höhenflug, Ausflug, Abflug – das wäre die alternative Headline gewesen. Der erste Tag im Kaffee-Dreieck  begann mit dem Flug durch Bambusdschungel und über Bananebplantagen. Zunächst einmal war nicht jedermann/frau zuversichtlich, dass es ihr „Ding“ sei. Aber man will ja ausprobieren. Trotzdem waren auf der ersten Plattform die Knie ein bisserl weich.  Mit der Zeit verfestigten sich die Knie und auch das Bremsen funktionierte. Am Schluss aber waren dann doch alle vom Höhenflug begeistert. Fast.
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Nach dem Höhenflug der Ausflug. Und so eine Rundfahrt in die tropisch grüne Hügellandschaft und in die Kaffeeplantagen, zu Aussichtspunkten und ins beschauliche Dorf Pijao mit einem alten, aufpolierten Williys-Jeep ist besonders fein. Standing Ovations für den Ausflug und die inforeiche Plantagenwanderung.

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Am Schluss menschelt es noch etwas bei unserem Besuch im verschlafenen Dorf Pijao. Mürrisch die Herren, gutgelaunt die Damen. Es ist eine entspannte und so freundliche Atmosphäre mit vielen netten, kleinen Begegnungen.
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Ein Rundgang durchs Dorf endet natürlich in der Bar. Und was sollte man anderes bestellen als einen Tinto? In Pijao unbedingt einen Cappuccino, denn der ist hier fantastisch. Bei dieser Maschine kein Wunder…
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„Die Strasse des Todes“…

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…könnte man die auf 3400m sich raufschlängelnde, kurvenreiche Rennstrecke zwischen Ibaque und Armenia nennen. Von 260 m auf 3400 m und dann wieder runter auf 1600 m – alles an einem Nachmittag. Das Wettrennen zwischen den Lastern, Bussen, Privatautos und Motorrädern kann wohl nur der nachvollziehen, der schon einmal eine südamerikanische Andenstrasse genossen hat.
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Natürlich ist niemand zu Schaden gekommen, aber bei so manchem Überholmanöver stand wohl einigen von uns schon mal der Schweiss auf der Innenstirn. Aber alles halb so schlimm, wenn man den richtigen Fahrer hat. Das Zauberwort des Tages war heute Cajamarca, ein kleines, lautes, wenig apartes Strassenkaff an der von mir so genannten Todesstrasse mit ein paar Restaurants, in denen man das Gefühl hat, die Sattelschlepper rollen über den Mittagstisch. Nachdem unser Bus in Cajamarca (es ist wirklich einer der Orte, an denen man nicht unbedingt lange verweilen mag) mit Getriebeschaden liegengeblieben war und Calos Primero, unser Fahrer, uns in ein Sammeltaxi umgebucht hat, konnten wir den original kolumbianischen Elchtest bestehen. Aber auch wenn es kurvenreich war – ein Foto aus dem Fenster geht immer, wie man sehen kann…
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Ein besonders heimeliges Fundstück hatte Cajamarca für uns Bajuwaren auch noch aufzubieten. Wenn man auf  fast 3000 m schon mal ein Oktoberfestbier bekommen kann, sollte man zugreifen…IMG_7761
Und ganz am Schluss, nach vielem links und rechts, auf und ab und ein paar Überholmanöver von der kolumbianischen Art sind wir dann doch wohlbehalten in der Finca Delirio (was für ein Name) angekommen, und schwupps, alles war wieder einmal fein im Lot. Hier kann man es aushalten.

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500 Kg Zucker…

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…benötigt die Signora für ihre Kolibris pro Monat, um sie ordentlich am Fliegen zu halten. Es sind fliegende Edelsteine und dank der slow-mo kann man ihren Flug auch genießen. Von den etwa 170 Kolibriarten tummeln sich hier 26. Ohne Voliere, ohne Netz, im freien Flug. Abends kehren sie in die nahen Wälder zurück. Man kann nicht den ganzen Tag im Hochfrequenzmodus unterwegs sein…
(Kolibrifoto @ .F.)

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In Guaduas kann man koloniales Ambiente genießen. Es liegt schon mal 1000 Meter tiefer wie Bogotá, also ist es 10 Grad wärmer. Noch ist alles bestens. Wir suchen ein Restaurant für unsere Mittagsrast – das sieht doch schon mal gar nicht so schlecht aus. Also rein in den Innenhof und…

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Unser Hotel ist heute in Honda am Rio Magdalena, dem einst wichtigsten Binnenhafen im kolonialen Norden Südamerikas. Honda liegt auf 200 Meter, das sind nochmal 16 Grad plus. Jetzt wird’s entspannt tropical…
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Eldorado – der Goldschatz am Ende des…


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…Regenbogens. Eine Legende, die in gewisser Weise auch die Welt veränderte. Da mag es einem schon fast unheimlich vorkommen, wenn man nur wenige hundert Meter vor der legendären Lagune eine Halo sieht. In so einem Fall kann man es dann getrost etwas langsamer angehen lassen, denn der Tag steht unter einem guten Stern. Die Legende vom Muiscafürsten, der mit Goldstaub gepudert zwei Mal im Jahr in die Lagune steigt, hat nicht nur etwas mysthisches, sondern auch verdammt viel Wahrheit. Das kleine Goldfloß im Museo del Oro ist ein stichhaltiger Beweis für diese Tradition der Muisca.

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So ungefähr könnte das damals ausgesehen haben. Aber zu viel soll man ja auch nicht spekulieren und konstruieren. Manchmal ist es einfach besser, man lässt es wirken. An so einem magischen Ort verweilt man gerne, also lassen auch wir uns Zeit, denn mit der Zeit kommen auch die Entdeckungen am Wegesrand. So wie hier diese wunderbare Blüte der Passionsfruchtder der Bromelie…
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Zu guter Letzt muss man ja auch immer wieder einmal etwas essen. In unserem Fall war das mit einem mittleren Ausflug ins Val Carboneira verbunden, ein kleiner Umweg von etwa einer Stunde hin und zurück.
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Die kleine Finca, auf der man uns mit traditioneller Suppe bewirtete, trägt den wunderbaren Namen Buenos Aires – gute Winde. Ein stilles, ruhiges und schönes Tal mit weiten Blicken über die kleinen Gehöfte und eine nette Gastgeberfamilie. Eben Sonntagsausflug, nur auf kolumbianisch. Womit wir wieder beim normalen, richtigen Leben angekommen sind….
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Bogotá – nach einem langen…

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…Flugtag nimmt uns der Stadtmoloch Bogotá doch sehr freundlich auf und heißt uns willkommen. Alle wohl auf nach langem Flug und schlechtem Flugzeugessen. Zwar sind wir noch etwas durcheinander und das Frühstück ist bei sieben Stunden Zeitunterschied am ersten Morgen doch eher ein gefühltes Mittagessen. Aber der Pilgerweg nach Monserrate, die morgendlich beschauliche Ruhe hoch über der Stadt, alles eine gute Einstimmung. Und da wir ja im andinischen Regenwald sind, erfüllt diese Zone auch ihre Pflicht. Also gehen wir ins Museo del Oro und staunen…staunen…staunen…
IMG_7705…denn im alten Glauben der Ureinwohner heißt es, die Menschen hatten es in ihrem Überdruss verlernt, mit den Tieren zu sprechen. Deswegen konnten sie auch nicht mehr mit den Göttern kommunizieren. Was sollen dann wir sagen?

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Ein anderer Blick auf die Dinge und den Alltag – auch deswegen sind wir hier. Der Maler und Bildhauer Fernando Botero hat ihn gefunden. Man kann die Dinge und die Welt auch anders sehen und an ihr eine wahrhaft üppige Freude haben. Einzige Bedingung für sein Museum war: Freier Eintritt für alle! Respekt!!!

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Zu guter letzt kann ich es mir doch nicht verkneifen. Da muss man schon genau hinsehen, um zu erkennen, dass es kein Sonnenstudio ist, sondern ein Devotionalienladen am Montserrat. Aber nicht nur die Lieder im Gottesdienst sind anders als bei uns, auch die Leiden Christi werden anders illustriert. Nun denn, ein kleines Schmunzeln ist es allemal wert…

Estland, die Top Twelve…

…  oder ein kurzer Überblick über acht charmante und genussreiche Tage.
1. Die schönste Bucht – Käsmu mit dem Kapitänsdorf und den großen Findlingen.
IMG_7641 2. Die charmanteste Unterkunft – mit Abstand Nami Namaste auf Muhu

IMG_7680 3. Das frischeste Lunch – noch einmal Nami Namaste, Albert ist einfach top!

IMG_7678 4. Der eindrucksvollste Kunstgenuss – der estnische Maler Konrad Mägi im Kumu

IMG_08215. Das nachhaltigste Naturerlebnis – Viru bog, das schwimmende Hochmoor

IMG_0846 6. Die schrägste action – Axtwerfen mit dem Schmied in Palmse Manor

IMG_0872 7. Der charmanteste Gutshof – Padise Manor mit der verfallene Abtei

IMG_76818. Das überzeugendste Dinner – Ribe in Tallin, großes kulinarisches Kino

IMG_76799. Die schönste Fahrt – die Fähre von Virtsu nach Muhu

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10. Der entlegenste Punkt – der Leuchtturm von Säälve auf der Insel Saarema
IMG_7685 11. Der edelste Schuppen – Pädaste Manor
IMG_768812. Der leuchtendste Moment – the last rose of summer

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Fundstücke oder…

…eben war man noch in München. Bei all den vielen Ortswechseln tut es gut, manchmal auch darüber nachzudenken, wie denn das alles von statten geht. Je länger und je mehr ich unterwegs bin, desto mehr denke ich daran, es doch etwas ruhiger angehen zu lassen. Natürlich gelingt es nicht immer, aber man kann ja daran arbeiten. Und wie sagte der große Leonhard Cohen? „I’m not old, I m slow!“ Also probieren wir es wieder. Und immer wieder. Reisen statt rasen, mal innehalten, mal etwas auslassen, mal etwas ausprobieren – Reisen ist „Sein“, nicht „Haben“.IMG_7398Und so mache ich mich dann wieder auf den Weg. Nach dem langsamen und manchmal sehr anstrengenden Wandern und Pilgern auf dem Olavsweg und dem genussreichen und still verträumten Estland mit den so schön sonnigen Ostseeimpressionen breche ich auf zu einem zweiten Frühling. Immerhin ist auf der Südhalbkugel in Kolumbien gerade mal März. Ab einem gewissen Alter tut ein zweiter Frühling sowieso gut. Sagt man…
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Fliegen oder zu Fuß, Raum und Zeit, langsam oder schnell – bei sich zu bleiben, ist ein beim Reisen ein großes Thema. Denn nur zu schnell wird man von den Eindrücken „erschlagen“, was man ja eigentlich gar nicht will. Sich immer wieder einmal auch Zeit für sich zu nehmen, schadet also keineswegs. In der Gruppe, so wie ich oft mit Freunden und Gästen unterwegs bin, oder eben alleine auf Recherche und Erkundung. Ich hatte dieses Jahr mehrere Gespräche mit meinen Kollegen/Kolleginen und alle meinten, beim Reisen ist man viel allein. Auch als Tourguide. Die Frage, ob alleine oder in der Gruppe – das ist situations-, bzw. programm- und reiselandbedingt. Thilo Mischke hat sich in der „Zeit“ zum Thema Alleinereisen geäußert. Auch wenn bei mir definitiv der Kongo nicht auf dem Programm steht und die wilden Zeiten der kugelsicheren Weste seit dem Jemen ebenso deutlich vorbei ist – so manche Erfahrung kann ich dann doch teilen. Alleinereisen – Zeit online