…zum Dom des alten Nidaros oder besser, des heutigen Trondheim. Ein nettes Stück Weg liegt da vor uns, vor allem wenn man bedenkt, dass die Hauptpilgersaison bereits beendet ist und in manchen Regionen Norwegens schon sich die ersten Anzeichen des nahen Winters ankündigen. So manche Pilgerunterkunft hat bereits geschlossen, wie uns Roger Jenssen im Pilgerzentrum Oslo nachdenklich und unbekümmert verkündet. Dem Olavsweg, dem alten Pilgerweg zum Dom des heiligen Olav folgend (der übrigens zu Lebzeiten als Olav der Dicke bekannt war – was man auf dem Bild nun garnicht erkennen mag) kann zu dieser Zeit also eine feuchte und windige Pilgerfahrt werden. Also mal sehen, was da auf uns zukommt. Natürlich schlappen wir nicht die ganzen 639 Kilometer. Das Dovrefjell, Königsetappe und Heimat der Moschusochsen, beginnt morgen. Mit sattem Gepäck, frostigen Temperaturen und wohl einiges an Wind. Die Moschusochsen sind bestens gegen Wind und Wetter gewappnet, mal sehen, wie wir morgen abend in der Pilgerunterkunft einlaufen…
…im Barcode und an der Oper. Ist ja alles nur ein paar Schritte voneinander entfernt. Das moderne Barcode Ensemble soll mit seinen extrem schmalen und unterschiedlich breiten Fronten von der Ferne aus betrachtet an einen Strichcode erinnern. Die nahe Oper taucht wie ein Eisberg aus dem Hafen empor, in ihrer Glasfassade spiegelt sich das vergangene Jahrhundert. Ein bisserl schade vielleicht sind die vielen großen Baustellen momentan – ist aber auch ein Grund, wiederzukommen, wenn alles mal fertig ist…
Und weil es gestern noch schön war und das Wetter so enzigartig, gibt es nochmal eine kleine Zugabe in Form von Wasserspielereien…
…falls wirklich einmal einer meiner Leser Gitarre spielen sollte und dazu noch auf alte, uralte Vintagegitarren und exquisite neue Modelle steht, dann ist Oslo eine top Adresse. Also alle Guitarreros schauen mal in de Torggata 28 vorbei. Ich hab mir mal eine Sigma Rsonator geben lassen – zum blechernen, wohltuenden Klang gab’s noch Kaffe und am Tresen erzählte ein älterer Herr von seinem Auftritt mit Frank Zappa…
…gehen immer Hand in Hand. Kommt man dann einmal in den hohen Norden und pflückt so einen wunderbaren Tag, dann leuchten die Farben ganz besonders. Ein Kaleidoskop-Tag vom Feinsten in Oslo. Ein Farbenspiel für den Malkasten!
…, denn die nächsten Tage sind wir unterwegs auf dem Olavsweg gen Trondheim. Der Landeanflug jedenfalls war schon mal sehr vielversprechend und genauso ging es auch weiter. Entspannt und stressfrei ankommen, das sind ja schon mal ganz gute Karten! Oslo, Dovrefjell, Trondheim – here we come!
…der Alpen sind und uns den italienischen Vorbergen widmen, hier noch mein Beitrag im Ärztlichen Journal zum Thema VeneziaDolomiti. Es ist durchaus reizvoll, einmal von Venedig in die Berge zu starten. Nicht immer nur das ausgelutsche Nord-Süd-Gefälle…
…ancora una volta i nostri amici italiani. Mit viel Mühe und Aufwand haben uns die Freunde des Italienischen Alpenvereins C.A.I. – Bergamo durch die Alpi Bergamschi und den Parco Naturale Orobie geführt. Bei der Hangneigung der „Wanderwege“ konnte man so manches Mal schon an die Allgäuer Steilgrashänge denken. Gottseidank hat es nicht geregnet :-).
Herzlichen Dank – grazie mille a Bergamo…
Und dass die Kollegen auf unseren Besuch auch ein bisserl Stolz waren, kann man hier auch nachlesen.
…Einsamkeit. Wer seinen Weg in die Alpi Bergamaschi findet, wird auf steile Steige, wilde und ursprüngliche Natur, sehr nette und lebensfrohe Menschen, großartige Hütten mit höchst feiner Kost, großer Kultur und feinsten Franciacorta treffen. Schön, dass wir das so erleben durften.
…Berge – zumindest in den Alpi Bergamaschi. Stefano Brignolo ist Koch auf dem Rifugio Laghi Gemelli bei Branzi in den Alpi Bergamaschi. Wir sind unterwegs auf Recherchetour und Stefano hat für uns sein Schatzkästlein geöffnet. Nicht ohne Stolz wie man sieht und dieser Stolz ist auch berechtigt, denn es ist die bei weitem beste Auswahl an feinen Kostbarkeiten, die ich jemals auf einer Alpenhütte erlebt habe. Zehn Jahre alter Käse, perfekt gereift und gelagert. Ein Lardospeck, der wie ein zarter Schmelz auf der Zunger zergeht, Marmelade zum Käse aus Zwiebeln und Orange, einen Weinschrank, der fast jedes gute Lokal in München zum Zittern beingen mag – so fangen die Tage in den Alpen hinter Bergamo schon fein an…
…Countdown. Natürlich sind wir heute nochmal ein kleines „Steigerle“ gegangen, die Tribulaunblicke waren dann doch zu gut, als dass man sie missen möchte. Also noch ein bisserl „auf“, ein bisserl weniger „ab“, dem drohenden Regen haben wir auch noch ein Schnippchen geschlagen und punktgenau liegt dann plötzlich die Alm auf dem Weg. An solchen Bratkartoffeln sollte man definitiv nicht vorbeiwandern.
Und weil der letzte Tag dem Auslaufen und dem Ausklingenlassen gewidmet war, sind wir noch in der „Flamme“ mal schnell auf ein Glaserl eingekehrt. Für unseren letzten Abend aber haben wir uns wieder in die stilleren Gegenden zurückgezogen. Wunderbar, passt alles. Schad‘, dass morgen schon wieder vorbei ist…