…in Teheran eröffnet und heute bei unserem Abstecher zur Mittelstation des Torchal, des knapp 4000m hohen Hausberges von Teheran, kamen uns die ersten Skifahrer entgegen. Dass die Helmpflicht im Iran anders interpretiert wird, zeigt der Hinweis auf der Mittelstation…

Stauberichte machen in…
…Teheran wenig Sinn, denn wenn in einer 10 Millionenstadt alleine jeden Tag 2 Millionen pendeln und dies vor allem mit dem Auto und sowieso alle mit dem Auto unterwegs sind, dann helfen auch die vielspurigen Highways nichts. Von oben, vom himmelhohen neuen Fernsehturm, sieht das alles beim Sonnenuntergang ganz romantisch aus. Den Rückweg steht man dann wieder im Stau. Man ist eben mitten drinn in Teheran…

Der zehnte Tag fast…
…in Folge: Salat und Reis und Kebab. Ich kann wohl inzwischen dem deutsch-iranischen Kebabbund beitreten, denn die Aufnahmeprüfung habe ich definitiv bestanden. An der Kulinarik müssen wir wohl noch etwas arbeiten…

Alkoholfreies Bier mit Pfirsich- oder Zitronengeschmack, Wasser und Fladenbrot mit der Geschmacksrichtung Corn-Flakes-Packung verzeichnen verstärkten Zulauf.

Bei einem anderen Thema geht es inzwischen gut voran, der Generationen übergreifende Gebrauch von Smartphones kann als geglückt bezeichnet werden. Auch im Iran, wie man sieht.

Mardooni Khachikian…
…besitzt einen wunderbaren kleinen Zufluchtsort. Nach Tagen des Tees ist es eine Wonne, ins armenische Viertel von Isfahan zu kommen und nahe der Kathedrale im Ani-Coffe-Center einen wirklich phantastischen Espresso zu schlürfen. Merci Mardooni für diesen erfreulichen Aufputscher!

Und wer meint, das sei nicht „native“ genug, kann ja immer noch in die Teestube gehen. Hat auch was…

In der alten Tradition…
Wenn das Ganze…
…zuviel wird und man es doch nicht so richtig ganz erfassen kann, weil es einfach zu mächtig oder zu groß oder gar zu schön ist, muss man sich auf die kleinen Dinge konzentrieren und sich den Details widmen. Aber wenn dann auch noch die Details so vielschichtig und kompakt sind, kann es einem an einem ersten Tag in Isfahan auch manchmal Blau vor den Augen werden…
Isfahan…
…ist die Hälfte der Welt“ (persisch اصفهان نصف جهان Esfahān nesf-e ǧahān), sagt ein persisches Sprichwort. Alle Wege führen nach Rom und in einer andren Welt vielleicht nach Isfahan. Wer diesen Platz und seine Moscheen nicht gesehen hat, der war auch nicht im Iran. Es war ein mehr als 1200 Kilometer langer Weg, fast schon ein Pilgerweg, von Shiraz entlang den Ausläufern der Wüste, bis wir hier angekommen sind. Jede Station und fast alles was wir besichtigt und erkundet haben, war jeden Zentimeter wert. Jetzt aber, so scheint es, beginnt ein neues Kapitel „Iran“.Und das es in Isfahan auch das bis dato beste Kebab gab, was angesichts der bereits hinter uns liegenden Kebabstationen gar nicht so leicht war, spricht ebenfalls für diese Stadt.Also freuen wir uns alle auf morgen, wenn wir durch die Stadt und den Bazaar streifen…
Yazd, die Perle…
… Wüste prunkt mit ihrer prachtvollen Moschee und den Windtürmen. Es ist Freitag und die Stadt wie ausgestorben. Auf eigene Faust erkunden wir am Nachmittag die verwinkelten Gassen, die versteckten Moscheen und die alten Herrenhäuser. Das hier manchmal die Zeit stehengeblieben zu sein scheint, zeigt sich im Bazaar. Angestaubt wäre für diese Fahrräder übertreiben.
Martialisch leuchten draußen im Abendlicht die blau angestrahlten Minarette der Moschee – wieviel gemütlicher und anheimelnder strahlt da unser Hotel. Aber es zeigt auch, dass Bilder nicht immer die ganze Wahrheit erzählen, denn der Abend an der „Blauen“ Moschee begleitet vom Klang des Abendgebets, war wieder einmal ein beeindruckender Mosaikstein dieser Tage. Und das Hotel steht dem natürlich in nichts nach…

Sehnsucht Wüste und…
… die Türme des Schweigens. Auf dem Weg von Kerman nach Yazd tirfft man auf eine zum Hotel umgebaute Karawanserei. Vom Dach streift sehnsuchtsvoll der Blick in die Berge des Iran. Wüste, Berge, vieles erinnert hier vom Landschaftsbild an den Jemen. Traurige Erinnerungen werden wach und zum steten Begleiter der nächsten Tage. Die Türme des Schweigens, die Begräbnisstätten der Zoroastrern, liegen vor den Toren der Wüstenstadt Yazd. Ein stiller und bewegender Abschluss dieses Tages…

Nicht ganz aus der Welt…
Nicht gerade abgeschnitten…
…aber ohne Internet geht halt nichts. Deswegen mussten wir warten, in Kerman einen Tag und zwei in Yazd. Deswegen noch einmal Kerman, nach 600 Kilometern Fahrt dennoch ein Ziel, das die Mühen lohnt. Der Blick aus dem Badehausmuseum und durch das verschlossene Tor der Karawanserei – es ist eine charmante Wüstenstadt, die ihre ganz eigene Ausstrahlung besitzt. Man spürt schon die Strenge der Wüste, die konservative Lebensart. Wie unterschiedlich sind da doch Shiraz und die Wüstenstadt Kerman. „Willst du eine Frau, die sinnlich ist, musst du nach Shiraz. Willst du eine Frau die treu ist, must du nach Kerman“ – so soll es zumindest der Legende und unserem Guide nach heißen. Vielleicht sagt das ja auch etwas über die Städte aus. Und nachdem wir in Kerman sind, kann ich ja mal auf den Schriftsteller und Religionswissenschaftler Navid Kermani hinweisen. Hat grad eine bewegende Rede zur Verleihung des Friedenspreises gehalten – es muss ja nicht gerade „Dein Name“ sein…




