Gewählt und dann…

… ab in die Einsamkeit des Taurusgebirges. Gut, heute ist noch ein romantischer Abend über dem Hafen von Antalya, aber morgens geht’s in die Bergeinsamkeit…

 

 

Am Wahltag leistet…

… leistet die Grundschule in Herrsching einen wertvollen Beitrag zur Entscheidungsfindung. Ob das allerdings im schwarzen Bayern beim Bau der Schule so geplant war, bleibt offen. Ebenso, ob die Stifte nun schwarz überstrichen werden. Aber nett ist’s schon, wenn die direkte Aufforderung die richtigen Stifte zu nehmen so offensichtlich vor der Wahlkabine steht…

Die Dinge von oben…

… zu sehen ist zwar etwas besonderes, aber auch nicht immer erfolgreich. In dem Fall aber, vom größten Wasserflughafen der Welt für einen kurzen Rundflug abzuheben, war schon großartig. Dass wir wieder weder Elch noch Bär gesichtet haben – und das aus der Luft – verstärkt meine Theorie, dass es vielleicht doch nicht so viele Exemplare in Alaska gibt. Aber wohl in dem Moment, in dem ich von der Blockhütte losgewandert wäre, würden sie vor mir stehen. Ein klarer Fall von Murphy’s Law. Ich hab jedenfalls den Flug genossen und Bären und Elche hin oder her – es war traumhaft, einfach auf einem See n der Wildnis zu landen. Beim Rückflug ab ich mir dann überlegt, warum Grönland Grünland heisst und völlig mit Eis bedeckt ist, während Island viel grüner ist und Iceland heisst. Ich denke mal, die Elfen und Trolle werden es wissen…

 

Zeit den Koffer…

zu packen und Abschied von Alaska zu nehmen. So ganz von seiner bestens Seite hat es sich wettertechnisch leider nicht gezeigt, aber genau das macht Reisen aus, dass man sich einlässt und nicht nur abhakt. Die langen weißen Unterhosen wären ganz praktisch gewesen ( die stammen leider aus dem Heimatmuseum), ebenso eine wasserdichte Überhose, aber alles in allem – it’s Alaska and the weather ist quiet special up here… Aber fast ganz am Schluss kommt noch etwas Sonne durch und ganz in der Ferne zeigt die Alaska Range einen kleinen Hauch ihres wilden Charmes. Und wenn das Wetter es zulässt, steigen wir heute vor dem Rückflug doch noch in ein Wasserflugzeug für eine Runde über der endlosen Wildnis…

Nach fast 15 Jahren…

 

… hat mein bestes aller Travelshirts seinen Geist aufgegeben und sich ins einzelne Gewebestrukturen aufgelöst. Ob das nun auch ein Zeichen für mich sein soll, endlich aufzuhören mit dem Rumreisen und Erkunden – noch wünsche ich es mir, dies bezweifeln zu dürfen. Denn so ganz kommt die alte Nomadenseele noch nicht zur Ruhe. Aber – und dies sei einmal bemerkt – etwas langsamer und weniger getrieben tut gut. Auch einem alten Nomaden. In diesem Sinne hat das Hemd seine Aufgabe erfüllt und Platz gemacht für einen neuen Abschnitt. Slow travel – vielleicht…

 

Vielleicht liegt es ja…

…ja daran, dass es regnet und sich der Regen mit verstärkten Niederschlägen abwechselt, dass wir weder die angekündigten Bären, noch Elche, noch Wale sehen. Auch wenn man sich hier wirklich Mühe gibt, uns davon zu überzeugen, dass diese Tiere hier nahezu andauernd zu sichten sind, kommen doch langsam regenbedingte Zweifel. Kein Mensch kann es einem Orca verdenken, wenn er sich bei strömenden Regen ins sichere Nass zurückzieht. Ein kleiner, fast schon psychedelischer Ausgleich waren die Medusen im Sealife Center von Seward, die ein wunderbares Ballet boten. Ansonsten schein es außer Regen in Seward eine fromme Gemeinde zu geben. Zumindest was die Zahl der Kirchen anbelangt, denn die scheinen hier mehr präsent zu sein, als Wale, Bären oder gar Menschen…

„North to Alaska….

… north to Alaska gold“, sang einstmals der gute Johnny Cash. Na ja, ganz so optimistisch war der erste Tag nicht, denn das versprochene Gold haben wir freiwillig im Fluss liegen lassen und haben uns mehr um die stories und Geschichten gekümmert, die uns unser guide hier über Goldgräber und Abenteurer erzählt hat. Auch die Bären und Elche halten sich vorerst noch mit ihrer Präsenz zurück. Immerhin, auf der Fahrt nach Girdwood zum Alyeska Resort haben wir die ersten Beluga gesehen. Kurz, aber immerhin. Der Kollege oben schmückt die Hotelhalle und das ist ja schon mal ein guter Anfang…

 

Besser hätte man…

… einen Ort auf dem Weg nach Alaska nicht gewählt werden können als hier in Island. Dort wo zwei Kontinentalplatten, Europa und Asien, zusammenstoßen und eben genau an der gleichen Stelle, an der die isländische Geschichte ihren Anfang nahm und so präsent ist, wie irgend nur möglich. Alles, was in den letzten 1100 Jahren mit Island zu tun hatte, wurde hier besprochen, verhandelt und „abgehandelt“ – nur die Bankenkrise nicht. Aber die ist ja ein anderes Thema. Mich jedenfalls hat dieser Ort mehr als nur beeindruckt…

Wide open space…

… in Island. Und in der Ferne die Gletscher und Berge so nah, dass man denken könnte, man wäre in Patagonien. Auch wenn es nur ein kurzer stop-over auf dem Weg nach Alaska ist – Island ist mehr als eine äußerst positive Überraschung. Und damit meine ich nicht nur die überwältigende Natur, sondern auch die nette und herzliche Art der Menschen hier. Einzige Ausnahme, die Damen vom Flieger, die hatten nämlich den etwas rauen Charme sich zu sehr zu Herzen genommen. Schwamm drüber, das kann das positive Bild nicht trüben und für mich war Island eine echte Fontäne…