Vor dem Vergnügen…

PoB_01
…kommt bekanntermaßen die Pflicht. Deshalb war ich jetzt mal in Peja/Kosovo und es war es eine angenehme und überraschend herzliche Atmosphäre, in der Vertreter aus Albanien, Montenegro, dem Kosovo und aus Deutschland sich zusammengefunden haben, um gemeinsam das beachtliche Projekt eines transnationalen Trekkingwegs zu stemmen, die „Peaks of Balkan“. Es wird sicherlich noch zwei, drei solcher zwar netten, aber auch sitzende Veranstaltungen bedürfen, bis es endlich losgehen kann und die Idee sich in eine wanderbare Tour verwandelt. Aber „slowly and steady we will reach…“ und Ende Juni denke ich mal bin ich auch unterwegs auf dem Trail „Peaks of Balkan“ und werde mir mal den „Herzsee“ am Mt. Gjeravica genauer ansehen. Bis dahin dank an Endrit für das Foto – macht Lust auf mehr.

3. Heart Lake at Mt. Gjeravica, Kosovo

Es gibt ihn noch…

Tiers_01
… den Winter und ich habe ihn gesehen und erlebt. Glaube ich zumindest. Denn ganz sicher bin ich mir noch nicht. Denn während der Tour sind mir immer wieder Zweifel gekommen, ob das nicht doch alles ein geträumte Realität und Wirklichkeit ist, die sich ins Dunkle verflüchtigt, sobald ich aufwache – aber die nasse Mütze, der knirschende Schritt, die leise Musik der Flocken, alles spricht dafür das es „echt“ echt war. Ich werde mich heute Abend also mal ins Bett legen, einschlafen und morgen früh sehen, ob ich mir das alles eingebildet habe undob die Fotos noch auf meinem Chip sind. Aber was mir so gekommen ist in den drei Tagen: Manchmal denkt man, man vermisst etwas nicht, schiebt es beiseite, denkt nicht drann, arrangiert sich so mit der neuen Situation und merkt erst, wenn man wieder damit konfrontiert wird, dass einem doch etwas fehlt. Mir fehlt er, der Schnee und es ist so, wie die Bärbl aus dem Chiemgau sagte: „Irgendwia is scho unheimlich…“

„Während der Schnee…

Schnee
…lange und ruhig fiel, wie er das auch in Träumen tut, erlebte der Reisende am Fenster eine Läuterung; ihn erfüllte ein Gefühl der Reinheit und Unschuld, nach dem er seit Jahren leidenschaftlich gesucht hatte. Dabei glaubte er aufrichtig, dass er sich in dieser Welt zu Hause fühlen könnte. Etwas später tat er etwas, was er schon lange nicht mehr getan hatte…“ Orhan Pamuk „Schnee“
Wenn´s schon nicht schneit und wir doch so sehr die Stille des Schnees vermissen, könnte man ja das Buch „Schnee“ lesen. Du süße, einlullende, alles einstäubende und überdeckende Versuchung des Fundamentalismus, die du alles wie dicker flockigerSchnee einhüllst und fast jedes Leben versteckst. Und während man so liest, wie sich alles in weiß einlullt, könnte man die Gedanken zu den Kopftuchmädchen und in die Türkei fliegen lassen und sich überlegen, ob …

Auf ein neues…

Feuerwerk…Jahr vor allem  mit Glück und Gesundheit. Und vielen Dank für euer Interesse an den kleinen Geschichten bei followtheguide! Happy new year and all the best – wherever you are!

Aufbruch 2014…

followtheguide… es wird wie jedes Jahr sein und doch ganz anders. Die guten Vorsätze, die Wünsche und Ideen, das Tempo und die Dynamik. Die großen Wünsche, die große Fahrt, die weiten Träume und die Stille des Schnees. Aber gerade die Stille des Schnees hat uns dieses Weihnachten gezeigt, dass es auch ganz ander sein kann. Da haben wir schönstes Wetter und freuen uns doch nicht so richtig, arbeiten, statt die Feiertage zu genießen und uns darüber zu freuen, dass die Heizkosten im Dezember nicht ganz so hoch waren. Kommt schon noch, sagen die Pessimisten und die Wahrscheinlichkeit, dass es an Ostern schneit, ist größer als an Weihnachten.  Also ist es doch so wie immer – wir sind mit dem, was wir haben, nicht immer zufrieden oder besser, das, was die andern haben, juckt uns schon immer ganz gewaltig. So gehen wir ins neue Jahr mit guten Vorsätzen und nehmen etwas den Dampf raus, so wie die Kollegen auf der Bienale, und freuen uns an den getragenen Klängen. Slow motion und etwas mehr Gelassenheit könnte ein Motto sein für 2014 – zumindest für mich und deswegen freue ich mich auch über so ein Weihnachtswetter in der Stille des Grüns…

Andechs_02

Heilige Plätze in…

GebetsfahnenII
… Tibet werden oft durch Gebetsfahnen markiert. So etwa Bäume, Quelle, die Orte, an denen man zum ersten Mal einen Heiligen Berg sieht. Lhas sind die Geister der Erde, auf Felsspitzen, in Bäumen, in Schluchten, im Wald. Die Lhu jedoch sind die Geister des Wassers. Und nachdem wir hier von allem haben, Felsen, Berge, Bäume, Wasser, wird es Zeit, dass auch den Lhu-Geistern einmal gedacht wird. Mein Freund, Kollege und Mitstreiter beim Summit Club Hans hat selbstlos einige lange Gebetsfahnen aus Nepal mitgebracht und ich werde Sie für ihn am Fuße des Heiligen Berges aufhängen. Die Tibeter wären begeistert von unserem Heiligen Berg, der Lage, den tollen Bilderzyklen in Andechs und natürlich auch von der Klosterschenke. Vielleicht ist es ja mal eine Idee, sich wieder die CD „Ferne, Nähe,Heimat“ einzulegen und mit der kleinen bayrisch-tibetischen Geschichte von Urschalling die Gedanken schweifen zu lassen… www.editionsummit.de

Om-Mani-Padme-Hum

Immerhin schon mehr als…

Gebetsfahnen… einen Monat hängen die Fahnen am Wunschbaum zwischen Andechs und Herrsching, vielleicht nicht ganz so üppig wie hier in Lumbini am Geburtsort Buddhas. Aber es wächst langsam und so sorgen sie dafür, dass so mancher Pilger kurz aufblickt und nachdenkt und nicht nur seinen Geist dem bevorstehenden Bier widmet. Also erfüllen die bunten Fahnen aus Nepal und Tibet ihren Zweck und die Windpferdchen nehmen jetzt so kurz vor Weihnachten nicht nur die „Wünsche“ mit in den Äther sondern auch so manch guten Gedanken. Und das kann ja nicht schaden, den Mist gibt´s genug. Auch auf einem „Pilgerpfad“…

Schnee am…

Amman
…Rand der Wüste. Vielleicht ein außergewöhnliches Bild, das uns unser Freund Yasen aus Jordanien geschickt hat und mit etwas Wehmut denkt man vielleicht an die heißen Tage in Petra und im Wadi Rum und in Aqaba beim Fische gucken. Das ist die eine Seite und wie immer gibt es zwei Seiten der Medaille. Und wer heute irgendwo im Norden in einem Flüchtlingscamp sitzt und unter seinem dünnen Baumwollhemd klappert, wird sich über den Schnee kaum freuen. Aus dem Arabischen Frühling wurde ein Arabischer Winter und wenn wir ganz ehrlich sind, eigentlich ein Arabischer Schneesturm. Schade…

Der weiße Neger…

Wintersonne_02…Wumbaba – ihm sei ein kurzer Tribut gezollt, denn heute war so ein Tag: Unten alles in tristem Einheitsnebelgrau und aus den Wiesen stieg er, der weiße Nebel. Aber wäre nicht zufällig jemand über Andechs gefahren udn hätte erzählt, dass oben die Sonne scheint: Kurz und gut, da heißt es raus aus dem Haus und rauf in die Sonne und schon steigt die Stimmung. Wenn´s dunkel ist, sieht man den Nebel ja nicht so deutlich…Wintersonne_01