Ob das, was wir sehen…

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..wirklich das ist, was wir denken zu sehen, oder doch nicht nur eine Vorspiegelung aller möglicher Illusionen, eben Maya, das ist ein Thema auch bei den imposanten Maskentänzen zu Ehren des großen indischen Meisters, Lehrers und Zauberers Guru Padmasambhava bei den Tänzen im Kloster von Paro….
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Dabei sind wir in unserem westlichen Denken oft geneigt, die Dinge nur Schwarz und Weiß zu sehen, ohne dass uns bewusst wird, wieviel Vielfalt uns dabei verloren geht und wie wir uns damit nur selbst beschränken, im Denken…
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Die Wahrheit, denken wir, ist eine einfache Sache – who knows. Ein kleiner buddhistischer Exkurs zum Wochenende…

Braut des Kangchendzönga oder…

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…Chomolhari, der heilige Berg Bhutans, bis dato nicht genau vermessen, wird mit 7.326m angegeben. Zornvolle Dämonen und Geister bewohnen die drei Kegel im Haa-Tal, einem eher abgeschiedenen und noch wenig besuchten Tal. Die Kegel werden nicht betreten, denn die Rache der Dämonen wäre tödlich. Also belassen wir es bei einem Foto auf dem Weg zum Pass Chela-La auf etwa 3750m…
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Leben diese Menschen wirklich…

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…glücklicher? Es ist ja ein großes Thema: Bhutan und das Glück, das Bruttonationalglück des Landes. Macht was her, so ein Glücksgedanke, der nahelegt, dass Glück etwas ist, das man einfach so greifen, vielleicht sogar abgreifen kann. Zumindest ist es in nahezu allen Artikeln ein zentrales und immer wieder aufploppendes Thema. Dabei darf man sich dabei schon durchaus selbstkritisch fragen, warum wir, die wir so nahezu alle Vorraussetzungen für messbares Glück haben, immer so unzufrieden sind. Der Blick auf den Zufriedenheitsindex der OECD-Studie macht deutlich, wie unzufrieden eigentlich ein Land und seine Bewohner sind, dessen Vorraussetzungen zu den besten Basiswerten der Welt zählen.
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Vielleicht würden ja die paar Tausend deutschen Reisenden, die jedes Jahr nach Bhutan kommen, glücklicher und zufriedener leben und sein, wenn sie so leben könnten/müssten, wie die Menschen hier. Ehrlich gesagt, glaube ich das nicht, eher das Gegenteil wäre der Fall. Aber die Illusion ist ja ein treuer Gefährte. Ernüchternd ist der Blick auf die Studie und die Webseite der OECD, die ähnlich wie Bhutan versucht, das Glück und die Zufriedenheit der Menschen statistisch greifbar zu machen. Gut, mag man jetzt sagen, Statistiken lügen immer. Aber in diesem Fall neige ich dazu, mehr als nur zuzustimmen, denn so unzufrieden, wie wir trotz bester Vorraussetzungen sind, ist es fast beschämend, wenn wir in Bhutan nach Glück suchen. Wieder einmal ist weniger doch vielleicht mehr…
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Sind wir wirklich ein Volk der ewigen Nörgel oder D wie Durschnitt, wie es der „Spiegel“ mal formulierte? Wir, die wir für diese Menschen hier in Bhutan doch nahezu alles haben, was man sich wünschen kann. Von Zentralheizung bis sauberem Trinkwasser… Für mich ist Bruttosozialglück kein Thema, aber ich hab mich trotzdem mal durch unsere Statistik durchgeklickt und mir dabei mehrfach nur die Augen gerieben. Hapiness is a warm gun (Beatles)…
Ein Volk der Nörgler?
OECD Ranking des Zufriedenheitsindex
Einfach klicken und sich wundern…

Der Tanz der…

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…Mönche im Dzong von Paro unter den kritischen Blicken der eigenen Klosterbrüder. Im wuchtigen und trutzigen Klostehof des Dzong üben die Mönche für das bevorstehende Tsechu-Fest. Mit Tänzen und Mysterienspielen eröffnen sie den Zuschauern die wilde Zwischenwelt des Bardo, jenes Zustandes, in dem die Seele nach dem Tod für einige Tage in einem Zwischenzustand verweilt, um dann in eine neue Existenz einzutreten und wiedergeboren zu werden. In diesem Zustand ist die Seele leicht angreifbar und verletzbar und muss geschützt werden. Das bei uns als tibetanische Totenbuch bekannte Bardo Tödel wird hier von den durchaus stämmigen und eher behäbig anmutenden Mönchen mit sehr respektabler Grazie und Intensität „getanzt“. Manchmal sind keine Worte eben besser verständlich und zielführender. Was für ein Auftakt in Bhutan!
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Die wahre Harmonie und Choreographie dieser Tänze zeigt aber erst der Blick vom Klosterdach. Mein lieber Schwan, möchte man ihnen fast zurufen…
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Ein Zwischenstopp in…

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…Pokhara, das nun nicht gerade bekannt ist für Tempel und Klöster, sondern mehr für Entspannung und Panoramen. Nun gut, so ganz hat es heute nicht mit dem Superview geklappt, aber immerhin waren Annapurna Süd und Macchapucchare ganz gut zu sehen. Kulturgenuss in ganz anderem Sinne ist die aufblühende Kaffeekultur in Nepal. Die Qualität der Robusta und Arabica, die hier angebaut werden (natürlich bio), ist sehr ordentlich und man versucht sich zu spezialisieren. Hier in dieser kleinen Bar „on the road“ zur Friedenspagode wird der Kaffee sogar frisch geröstet auf einer absolut cleveren Miniröstmaschine. Eine Trommel bewegt den Kaffee, der bei 150 Grad über einer Gasflamme geröstet wird. Dann werden die Bohnen direkt gemahlen und kommen in die Maschine. Das Ergebnis ist sehr ordentlich. Feine Sache. Darum ist es umso unverständlicher, dass in vielen Hotels noch Nescafe ausgeschenkt wird. Wie grausam ist das denn…
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Aber manchmal muss man auch etwas warten können und dann wird es auch nochmal besser mit dem Panorama. Nachdem es dann ab Nachmittag immer wieder bis in den Abend hinein geregnet hat, war klar, dass am nächsten Morgen die Sicht einfach super sein wird. Die gute alte Fish Tail Lodge in Pokhara hat einfach Stil und den besten Blick…
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Lumbini – der Geburtsort…

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…Buddhas strahlt immer eine ganz besondere Aura aus. Es sind ganz andere Empfindungen, Eindrücke, als in den hinduistischen Tempeln und Heiligtümern. Ob es nun am genius locii liegen mag, an der Kraft des Ortes oder an der Lehre Buddhas…mag sein. Pilger aus der gesamten buddhistischen Welt kommen seit etwa 2500 Jahren hierher, um den Drei Juwelen Buddha, Dharma, Sangha ihre Ehrerbietung entgegenzubringen. Spürt man irgendwie, diese Kraft. Bunte Gebetsfahnen schmücken die Ableger des heiligen Bodhibaums aus Bodhgaya. Und einer der schönsten Orte, den Tag ausklingen zu lassen, ist an dem großen japanischen Stupa.
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Ein Elterntaxi, so wie…


IMG_9094…es bei uns inzwischen üblich ist, dürfte für diese beiden doch noch sehr jungen Zwillinge eher ein Fremdwort sein. Ob überhaupt jemals einer der Eltern mitgeht, ist fraglich. Ihr Schulweg ist lang und mühsam, geht sicherlich 200 Höhenmeter rauf und fast könnte man meine, dass der Rucksack mit ihnen und nicht sie mit dem Rucksack unterwegs ist. Jedenfalls sind sie sicher mehr als eine gute Stunde unterwegs…